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Radio Hamburg

Hannover

Jugendlicher Häftling offenbar misshandelt

Hannover, 01.08.2013
Gefängnis

Misshandlungen in Jugendhaftanstalten kommen leider häufiger vor (Symbolbild).

Der Häftling hat sich nach den Misshandlungen während seiner Untersuchungshaft in Braunschweig nun einer Psychologin anvertraut.

Ein jugendlicher Häftling ist während seiner Untersuchungshaft in einer niedersächsischen Justizvollzugsanstalt möglicherweise mehrfach von sechs Mithäftlingen sexuell genötigt und körperlich misshandelt worden. "Nach meiner vorläufigen Einschätzung der Lage wiegen die Vorwürfe ... sehr schwer", sagte Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) am Donnerstag in Hannover. Der Häftling habe sich nach den Misshandlungen im Juni und Juli während seiner Untersuchungshaft in Braunschweig nun einer Psychologin anvertraut.

Vorsätzliche Taten

Von einer Serie von Misshandlungen wollte die Politikerin nicht sprechen, allerdings seien die Taten vorsätzlich gewesen. Ob sich die beschuldigten Mithäftlinge und das mögliche Opfer zuvor kannten, sei unklar. Auf weitere Opfer gebe es bislang keine Hinweise. Nähere Angaben über die Misshandlungen und über das Alter des Opfers sowie der Beschuldigten wollte die Ministerin nicht machen.

Der Häftling befindet sich seit Mai in der Untersuchungshaft der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel, die sich in Braunschweig befindet. "Es ist Aufgabe des Vollzugs zu entscheiden, was jetzt für das Opfer das Wichtigste ist", erklärte Niewisch-Lennartz. Die Ministerin hat neben den Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft eine Expertenkommission gebildet. Diese soll auch mögliche Versäumnisse im Haftvollzug klären.

Misshandlungen keine Einzelfälle

Misshandlungen in Jugendhaftanstalten sind keine Einzelfälle. Im Mai und im Juni 2011 schlugen fünf Gefangene in Berlin einen Mithäftling, scherten ihm den Kopf und drückten eine brennende Zigarette auf seiner Hand aus. Ein Jahr zuvor sollen mehrere Gefangene Mithäftlinge in Schleswig misshandelt und sexuell genötigt haben. 2009 quälten in Nordrhein-Westfalen Gefangene über mehrere Wochen einen jungen Mann. Sie sollen ihn gezwungen haben, Urin zu trinken. (dpa/apr)