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Radio Hamburg

Betrug am Telefon

Schockanrufer erbeuten 500.000 Euro

Hannover, 23.12.2013

Im Jahr 2013 waren Betrüger, sogenannte Schockanrufer, allein in Niedersachen etwa 500 Mal aktiv.

Seit Jahren werden vorwiegend ältere Menschen, die ihre Wurzeln in der früheren Sowjetunion haben, von Betrügern ausgenommen. Im Jahr 2013 waren die sogenannten Schockanrufer alleine in Niedersachsen etwa 500 Mal aktiv.

Schockanrufer erbeuten 500.000 Euro

 Die kriminellen Schockanrufer-Banden haben im Jahr 2013 in Niedersachsen rund 100 Menschen um ihr Geld gebracht. Die Täter erbeuteten nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) in Hannover dabei zusammen mindestens 500.000 Euro. In etwa 400 weiteren Fällen fielen die Opfer nicht auf die Masche der Gauner herein. Damit liege die Zahl der angezeigten Fälle ähnlich hoch wie im bisherigen Rekordjahr 2012, sagte eine LKA-Sprecherin. Die Ermittler gehen allerdings von einer sehr hohen Dunkelziffer aus.

Betrug am Telefon

Die Schockanrufer sind seit mehreren Jahren mit ihrer Masche aktiv. Sie melden sich nach LKA-Angaben vorwiegend aus Litauen, wo sie kriminelle geschäftliche Strukturen aufgebaut haben sollen. Als Opfer wählen sie gezielt ältere russisch-deutschstämmige Menschen aus, sagte Sprecherin Nadine Bunzler. Die Anrufer geben sich am Telefon dann entweder als naher Angehöriger oder als Polizist oder Staatsanwalt aus. Sie schildern eine angebliche Notlage, in die ein Familienmitglied des Opfers geraten sei und bitten um Geld, das zum Beispiel für eine Notoperation oder zur Vermeidung einer Haftstrafe benötigt werde. Zumeist erscheint noch während des Telefonates ein Beauftragter, der das Geld abholt.

Polizei erwischt nur Geldabholer

Das LKA geht davon aus, dass viele der Opfer Bargeld zuhause aufbewahren. Menschen aus der früheren Sowjetunion hegten nämlich ein gewisses Misstrauen gegen Banken, aber auch gegen Polizei und Behörden in Deutschland. Deshalb würden die Betrügereien oft nicht angezeigt. Wenn die deutschen Fahnder im Kampf gegen die Schockanrufer einmal jemanden erwischen, sind es zumeist nur Geldabholer als letzte Glieder der Kette. Im März waren in Göttingen zwei aus Litauen stammenden Abholer zu jeweils mehr als drei Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatten unter anderem eine 84 Jahre alte Rentnerin aus Göttingen um 12.000 Euro erleichtert. Ein 88-jähriges Opfer aus Uslar im Solling hatte 3.000, eine 89 Jahre alte Frau aus Paderborn 15.000 Euro gezahlt.

(dpa/mgä)