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Radio Hamburg

Unfall mit zwei Toten auf A7

Falschfahrer: Vermutlich war es Selbstmord

Egestorf, 01.10.2013
Unfall A7

Bei dem Unfall auf der A7 kamen zwei Menschen ums Leben.

Der Geisterfahrer, der auf der Autobahn A7 im Landkreis Harburg einen Mann mit in den Tod gerissen hat, könnte ein Selbstmörder gewesen sein.

Die Polizei geht bei dem Falschfahrer von einem Suizid aus. Der 47-Jährige aus Bispingen im Heidekreis war am frühen Dienstagmorgen (1.10.) auf der A7 frontal mit einem entgegenkommenden Wagen zusammengeprallt und dabei gestorben.

Familiäre Spannungen Grund für Suizid?

Auch der Fahrer des anderen Wagens, ein 38-Jähriger aus Siegburg, starb noch am Unfallort. Bei der Befragung der Hinterbliebenen des Unfallverursachers wurde nach Angaben eines Polizeisprechers bekannt, dass es erhebliche Spannungen im familiären Umfeld des Mannes gegeben hatte. Ein Zeuge hatte zuvor berichtet, unweit der Raststätte Brunautal mit seinem Fahrzeug von dem Falschfahrer gestreift worden zu sein, sagte ein Polizeisprecher. Eine Durchsage im Verkehrsfunk habe das Unglück nicht mehr verhindern können. "Es sah aus wie ein Schlachtfeld", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. "Wir waren mit rund 50 Feuerwehrleuten im Einsatz."

Geisterfahrer fuhr an zwei Ausfahrten vorbei

Auch am Nachmittag war immer noch unklar, ob der 47-Jährige an der Anschlussstelle Bispingen oder von der Raststätte Brunautal in den Gegenverkehr gefahren war. "Bis zur Unfallstelle hat er allerdings rund 10 Kilometer zurückgelegt, vorbei an zwei Anschlussstellen, die ein Anhalten oder Abfahren ermöglicht hätten", sagte der Polizeisprecher am Nachmittag. Die Polizei gehe deshalb davon aus, dass der Mann vorsätzlich auf die Gegenfahrbahn gefahren sei und den Wagen des Siegburgers ebenfalls vorsätzlich frontal gerammt habe.

Riskante Wendemanöver auf Autobahn

Laut ADAC kommen bundesweit jedes Jahr etwa 20 Menschen durch Falschfahrer ums Leben. Die Zahl sei seit Jahren konstant, sagte ADAC-Sprecherin Sabine Schlemmer. "Wir gehen davon aus, dass rund drei Prozent aller tödlichen Unfälle auf Autobahnen von Falschfahrern verursacht werden." In etwa der Hälfte der Fälle beginne die Falschfahrt an einer Anschlussstelle, die Ursachen seien vielfältig. "Die Fahrer verwechseln Auf- und Abfahrten oder riskieren Wendemanöver auf der freien Strecke", sagte Schlemmer. Manche haben die Orientierung verloren, andere wollen sich umbringen.

 

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(dpa/mgä)

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