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Radio Hamburg

Sexualmord an Neunjähriger

Tatverdächtiger gesteht im Verhör

Osnabrück, 17.09.2013
Polizei

Die Polizei konnte genug Hinweise sammeln, um den Tatverdächtigen nach über 25 Jahren zu fassen. (Symbolbild)

Nach 25 Jahren brachte "Aktenzeichen XY...ungelöst" neue Hinweise auf einen Tatverdächtigen im Fall des Sexualmordes an einer Neunjährigen.

Sie wurde vergewaltigt. umgebracht und einfach liegen lassen - und nun, rund 25 Jahre nach dem Sexualmord an einem neunjährigen Mädchen aus Osnabrück, hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Am Sonntag (15.09.) wurde ein 45-jähriger Mann aus der Domstadt festgenommen, der aufgrund eines DNA-Abgleichs überführt werden konnte, wie ein Sprecher der Osnabrücker Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Der Tatverdächtige kam in Untersuchungshaft.

Opfer begegnete mutmaßlichem Täter auf Schulweg

Am 27. November 1987 war die neunjährige Schülerin sexuell missbraucht und anschließend erstickt worden. Sie war ihrem Mörder morgens auf dem Weg zur Schule begegnet. Erst als sie mittags nicht nach Hause kam, erfuhr die Mutter, dass das Mädchen gar nicht in der Schule angekommen war.

Daraufhin gingen Polizisten den Schulweg des Kindes ab und entdeckten die Leiche auf einem brachliegenden Kleingartengrundstück in einer Bude, die Kinder unter einem Baum in einem der Gärten gebaut hatten. Eine Obduktion brachte später Klarheit darüber, dass es sich um einen Sexualmord handelte.

"Aktenzeichen XY... ungelöst" brachte neue Hinweise

"Der Fall ist eigentlich nie so ganz zu den Akten gelegt worden. Er ist immer mal wieder hochgekommen", sagte Staatsanwalt Alexander Retemeyer. Nach einem längeren Bericht in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" im Frühjahr dieses Jahres habe es dann neue Hinweise gegeben. Aus der Bevölkerung kamen Hinweise auf 50 Personen, die zu einem Speicheltest gebeten wurden. Darunter war auch der seit Montag in Untersuchungshaft sitzende Mann. Es habe auch schon bei den ersten Ermittlungen vor 25 Jahren Hinweise auf ihn gegeben, sagte Hollmann. Damals sei das Alibi aber nicht zu widerlegen gewesen. Hinweise auf weitere Taten des Mannes gebe es bislang nicht, sagte Feldkamp. Der mutmaßliche Täter habe weitere Verbrechen bestritten, die Überprüfung sei aber noch nicht abgeschlossen. "Wir sind erst am Anfang unserer Ermittlungen."

Täter durch DNS-Test überführt

Letztendlich sei der zum Tatzeitpunkt 19 Jahre alte Mann ermittelt worden, der durch einen DNS-Test überführt worden sei. Dabei wird das genetische Profil eines Verdächtigen mit Spuren des Täters etwa an der Kleidung eines Opfers verglichen. Weil der mutmaßliche Mörder zur Tatzeit 19 Jahre alt war, ist das Verbrechen ein Fall für die Jugendkammer. Sollte der 45-Jährige zu einer Jugendstrafe verurteilt werden, muss er mit bis zu zehn Jahren Gefängnis rechnen. Auch eine Verurteilung nach Erwachsenenstrafrecht ist möglich. Mit der Anklage wird in zwei bis drei Monaten gerechnet. Der Anwalt des Verdächtigen, Frank Otten, sagte, sein Mandant verspüre nach dem Geständnis auch Erleichterung. Er habe angekündigt, mit der Familie des Opfers Kontakt aufzunehmen. Der 45-Jährige habe all die Jahre nach der Tat in Osnabrück gelebt.

Der 45-jährige Verdächtige hat die Tat mittlerweile in einem mehrstündigen Verhör zugegeben.

(dpa/pgo)