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Radio Hamburg

Mord an 11-Jähriger

19-jähriger Bruder in Stade vor Gericht

Stade, 25.08.2014
Gericht, Justiz, Richter, Hammer

Seit Montag (25.08) stehtz ein 19-Jähriger wegen dem mutmaßlichen Mord an seiner elf Jahre alten Schwester in Stade vor Gericht.

Seit Montag (25.08) verhandelt die Jugendkammer des Landgerichts Stade gegen einen 19-Jährigen, der im März möglicherweise eine Schwester getötet hat.

Seit März 2014 sitzt der 19 Jahre alte junge Mann aus Neu Wumlstorf in Untersuchungshaft, da er verdächtigt wird seine elfjährige Schwester umgebracht und im Schuppen des Elternhauses versteckt zu haben. Seit Montag (25.08) wird die Familientragödie vor dem Landgericht in Stade aufgerollt. Bisher schweigt der Angeklagte zu den Vorfällen.

Schwester erdrosselt?

Die Anklage legt ihm zur Last, das Mädchen am 21. März 2014 auf dem elterlichen Grundstück in Neu Wulmstorf (Landkreis Harburg) umgebracht zu haben. Die Schwester sei von ihm erdrosselt worden. Nach der Tat soll der Bruder die Leiche in einem Müllsack im Gartenschuppen versteckt haben. Der Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen. Im Falle einer Verurteilung erwartet ihn eine Jugendstrafe von bis zu zehn Jahren.

Angeklagter will sich nicht äußern

Der 19-Jährige ist wegen Totschlags vor der 2. Großen Jugendstrafkammer des Stader Landgerichts angeklagt. Er gilt im Sinne des Strafrechts als Heranwachsender. Darum wurde der dunkelhaarige, schlanke junge Mann erst in den Schwurgerichtssaal geführt, als Fotografen und Kamerateams den Raum wieder verlassen hatten. Er verfolgte regungslos die Verlesung der Anklage und nickte nur mit dem Kopf, als der Vorsitzende Richter Angaben zu seiner Person machte. Die Verteidigerin erklärte, dass der Angeklagte auch im weiteren Prozessverlauf nichts sagen werde.

Familie glaubt an Unschuld des 19-Jährigen

Die Eltern des getöteten Mädchens nehmen nicht am Prozess teil. Ein Verteidiger teilte mit, dass sie von ihrem Recht, die Aussage zu verweigern, Gebrauch machen wollten. Auch die ältere Tochter werde schweigen. Die Familie glaubt an die Unschuld des 19 Jahre alten Sohnes. Der Vater des elfjährigen Mädchens hatte seine Tochter am Abend des 21. März als vermisst gemeldet und eine Entführung vermutet. Sie sei auf dem Weg nach Bayern, sagte er der Polizei in einem Notruf, dessen Mitschnitt am Montag in der Gerichtsverhandlung abgehört wurde.

Leiche in Gartenschuppen entdeckt

Die Polizei suchte nach dem Anruf das Grundstück der Familie mit Suchhunden ab. Ein Polizeihund schlug am Gartenschuppen an. Die Beamten öffneten die Tür und fanden das tote Mädchen. Kurz darauf wurde der damals 18-jährige Bruder unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Verteidigerin des Angeklagten beantragte am Montag, die Aussage ihres Mandanten aus der ersten Vernehmung nicht zu verwenden. Ein mit Vorurteilen behafteter Beamte habe ihn frühzeitig verdächtigt und ihm eine Falle gestellt. Zum Motiv der Tat und den näheren Umständen wurde noch nichts bekannt. Der Prozess, für den zwölf Verhandlungstage angesetzt sind, wird am 15. September fortgesetzt. Ein Urteil wird Ende November erwartet. 

(dpa/san)

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