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Radio Hamburg

Landgericht Lüneburg

Prozessbeginn gegen Amtsrichter

Lüneburg, 17.12.2014
Gericht, Justiz, Richter, Hammer

Der Prozess gegen einen Amtsrichter beginnt am Donnerstag (17.12.)

Weil er Lösungen an Kandidaten für das zweite Staatsexamen gegeben haben soll, muss sich ein Amtsrichter jetzt vor dem Landgericht Lüneburger verantworten.

Ein langjähriger Amtsrichter soll als Mitglied des Niedersächsischen Landesjustizprüfungsamtes Lösungen an Kandidaten für das Zweite Staatsexamen verkauft haben. Ab Mittwoch (17.12.) muss sich der Jurist selbst vor dem Landgericht Lüneburg verantworten. Die Geschichte bis zum Prozess liest sich wie ein Kriminalroman.

Schon 2013 Unregelmäßigkeiten

Bereits 2013 gibt es nach Angaben des Justizministeriums in Hannover erste Hinweise auf Unregelmäßigkeiten. Ermittlungen führen aber damals nicht zu einem hinreichenden Tatverdacht, sodass die ersten Ermittlungen eingestellt werden müssen.

Hinweise einer Referendarin

2014 wendet sich eine Referendarin ans Justizministerium und berichtet, ihr sei eine Prüfungsskizze angeboten worden. Damit gibt es erste konkrete Hinweise auf den Angeschuldigten. Die Staatsanwaltschaft beginnt sofort mit neuen Ermittlungen. Kurz darauf wird das Büro des Richters durchsucht. Anschließend wird dem Juristen im Prüfungsamt Hausverbot erteilt.

Richter setzt sich nach Italien ab

Das Dienstgericht entspricht dem Antrag auf vorläufige Amtsenthebung. Der Richter setzt sich mit dem Zug nach Italien ab, ein Haftbefehl wird erlassen. Drei Tage später wird der 48-Jährigen in einem Mailänder Hotel festgenommen. Er soll eine Pistole und 30 000 Euro in bar dabei gehabt haben, berichten italienische Medien. 

Bislang sei in 15 Fällen der Verdacht für mögliche Betrügereien aufgetaucht, heißt es aus dem Justizministerium. Beginn der Hauptverhandlung ist am Donnerstag (17.12.). Sie soll bis zum 30. Juni 2015 andauern.

(dpa/kru) 

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