Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Osnabrück

Arzt soll Patientinnen heimlich gefilmt haben

Osnabrück, 05.02.2014
Kamera, Überwachungskamera, Überwachung, Sicherheit

Die Polizei ermittelt wegen Verletzung der Intimsphäre gegen einen Hausarzt in Osnabrück.

Schock für Hausarztpatientinnen in Osnabrück: Hunderte von ihnen wurden bei der Untersuchung heimlich vom Arzt ihres Vertrauens gefilmt.

Ein Hausarzt in Osnabrück soll Hunderte seiner Patientinnen bei der Untersuchung heimlich gefilmt haben. Gegen den Mediziner werde wegen Verletzung der Intimsphäre ermittelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch (5.02.) mit.

Geschädigte Patienntinnen werden von Polizei befragt

Die betroffenen Frauen seien der extra eingesetzten Ermittlungsgruppe der Polizei namentlich bekannt, sie werden nun zu Hause befragt. Geschädigte Patientinnen müssten sich nicht von sich aus bei der Polizei melden. Fahnder waren bei anderen noch laufenden Ermittlungen auf einem Computer des Mediziners auf die Videoaufnahmen gestoßen. Weshalb die Beamten den Rechner des Arztes unter die Lupe nahmen, wollte die Polizei nicht sagen. Seit wann der Arzt die heimlichen Aufnahmen gemacht hat, steht noch nicht fest, sagte Polizeisprecher Phil Havermann. Der Mediziner nahm sich einen Anwalt. "Wir stehen noch ganz am Anfang, ich habe noch nicht einmal in die Akten geguckt", sagte Rechtsanwalt Thomas Klein.

Verlust der Approbation möglich

Die Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Martina Wenker, äußerte sich zutiefst erschüttert über den Vorwurf der unerlaubten Anfertigung von Aufnahmen, bei dem viele Patientinnen geschädigt worden sein sollen. Angesichts der Art und der Schwere der Vorwürfe liege der Verlust der Approbation nahe, sagte Wenker am Mittwoch in Hannover. Zuständig sei der Niedersächsische Zweckverband zur Approbationserteilung.

Frauenarzt machte heimlich tausende Fotos

Ärzte, die heimliche Intimaufnahmen von ihren Patientinnen machen, sind kein Einzelfall. In Rheinland-Pfalz kam kürzlich ein Frauenarzt vor Gericht, der zwischen 2008 und 2011 mit einer Digitalkamera Zehntausende Fotos von Patientinnen in der Umkleidekabine und im Untersuchungsraum gemacht hatte. Der 58-Jährige wurde vor zwei Monaten zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt und erhielt ein vierjähriges Berufsverbot.

(dpa/mgä)