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Radio Hamburg

Uelzen

Feuer auf dem Gelände der Nordzucker AG

Lüneburg, 26.06.2014
RHH - Expired Image

Großfeuer auf dem Gelände der Nordzucker AG.

Keine Verletzten aber einen Schaden in Millionenhöhe hat es bei einem Feuer in einem Silo mit 40.000 Tonnen Zucker in Uelzen gegeben.

Bei einem Großbrand auf dem Gelände der Nordzucker AG in Uelzen ist am Donnerstag (26.06.) ein Schaden von mehreren Millionen Euro entstanden. Menschen kamen nach Angaben der Polizei nicht zu Schaden. Auch Stunden nach dem Ausbruch des Feuers in einem 90 Meter hohen Zuckersilo waren die Flammen am frühen Abend noch nicht unter Kontrolle. Explosionsgefahr bestand nach dem Einstürzen des Dachs aber nicht mehr. Wegen der Einsturzgefahr des gesamten Silos gestalteten sich das Löschen aber schwierig. Zunächst begonnene Löscharbeiten in 82 Metern Höhe mussten aus Sicherheitsgründen eingestellt werden. Mit Spezialgerät wollte die Feuerwehr die Flammen am Abend unter Kontrolle bringen.

Bahnstrecke Hamburg-Hannover gesperrt

Die Brandursache war zunächst unklar. Der Bahnverkehr auf der Strecke Hamburg-Hannover wurde unterbrochen. Die massiven Einschränkungen werden nach Bahnangaben auch am Freitag andauern. Bis Betriebsschluss fahren keine Züge des Fernverkehrs zwischen Hamburg und Hannover . Die werden über Rotenburg umgeleitet. Das dauert dann ca. 45 Minuten länger. Außerdem fährt der Metronom Lüneburg, Uelzen und Celle NICHT an - dafür gibt es einen Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Uelzen und Bad Bevensen.

Eine Sprecherin der Nordzucker AG konnte die Folgen für die weitere Produktion zunächst nicht abschätzen. Zwei benachbarte Silos waren von den Flammen nicht betroffen.

Silodach stürzte ein

Die Feuerwehr war gegen 14.00 Uhr zu dem Feuer in dem mit 40.000 Tonnen Zucker zur Hälfte gefüllten Silo gerufen worden. Mehr als 100 Einsatzkräften versuchten dem Feuer Herr zu werden. Die Umgebung
wurde in einem Umkreis von 150 Metern abgesperrt. Beim Einsturz des Silodachs entstanden an den Gleisen durch herum fliegende Teile leichte Schäden, die jedoch bereits wieder behoben wurden. Die Sperrung der Gleise als auch der angrenzenden Straßen sollte jedoch bestehenbleiben. Das Silo mit einem Durchmesser von 50 Metern war erst im vergangenen Jahr für etwa zehn Millionen Euro errichtet worden. (dpa)

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