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Radio Hamburg

Serien-Brandstiftung

Prozess gegen 17-jährigen Feuerwehrmann

Lüneburg, 12.03.2014
Brandstiftung, Reetdachhaus, Tespe, 09/2013

Im Kreis Harburg gab es im September 2013 eine Serie von Brandstiftungen.

Ein 17-jähriger Feuerwehrmann aus Bütlingen muss sich seit Dienstag vor dem Landgericht Lüneburg wegen einer Serie von Brandstiftungen verantworten.

Eine Brandserie erschüttert die Elbmarsch, auch zwei Häuser in Bütlingen werden angezündet. Nächster Schock: Ein 17-Jähriger aus dem Ort soll der Täter sein. Er ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Seit Dienstag (11.03.) muss sich der 17-jährige nun vor dem Landgericht Lüneburg wegen der Serie von Brandstiftungen verantworten.

Angeklagter arbeitet bei Löscharbeiten mit

Bei den sieben Bränden in der Elbmarsch wurden im vergangenen September auch zwei Reetdachhäuser in seinem Heimatort und ein Einfamilienhaus in Marschacht zerstört, verletzt wurde niemand. Der Jugendliche war nach Angaben der Feuerwehr bei den meisten der Brände an den Löscharbeiten beteiligt. Die Serie hatte die Region in Angst und Schrecken versetzt, schließlich ermittelte eine 27-köpfige Sonderkommission.

Lest auch: Verdacht auf Brandstiftung: Reetdachhaus in Tespe abgebrannt

In der Nacht zu Montag (10.9.) ist in Tespe ein historisches Reetdachhaus von 1824 abgebrannt. Die Polizei vermut ...

17-Jähriger bestreitet Brandstiftung bei Häusern

Weil ein Jugendlicher auf der Anklagebank sitzt, wird in Lüneburg unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. "Der Angeklagte hat eingeräumt, einmal Strohballen angezündet zu haben, die übrigen Taten bestreitet er", sagte Gerichtssprecher Volker König nach Prozessbeginn am Dienstag. Weil die Staatsanwaltschaft auch Anklage wegen besonders schwerer Brandstiftung erhoben habe, drohten dem Jugendlichen bis zu zehn Jahre Haft. "Allein bei den drei Häusern ist ein Sachschaden von 800.000 Euro entstanden", sagte König.  Vorgeworfen werden dem 17-Jährigen sechsfache Brandstiftung und eine Sachbeschädigung.

Tatverdächtiger in Psychiatrie untersucht

Die erschreckende Serie in der Elbmarsch hatte am 2. September mit rund 100 brennenden Strohballen auf einem Feld in Bütlingen begonnen, dann wurden ganz in der Nähe ein Holzstapel und Müllsäcke angezündet. Am 7. September wurde in dem Örtchen ein Reetdachhaus zerstört, nur zwei Tage später das nächste. Dann brannten Strohballen in Oldershausen und am 12. September ein Einfamilienhaus in Obermarschacht. Zwei Tage nach dem letzten Brand wurde der 17-Jährige unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Nach einer kurzen Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik kam er in Untersuchungshaft.

Nachdem die 2. Große Jugendkammer einen sechsten Verhandlungstermin angesetzt hat, wird ein Urteil für den 27. März erwartet. Bis dahin sollen rund fünfzig Zeugen vernommen werden.

(dpa/mgä)

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