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Radio Hamburg

Tote Studentin auf Juist

Sieben Jahre Haft für 24-Jährigen

Aurich, 25.03.2014
Gericht, Hammer, Urteil, Landgericht, Täter, Opfer, Prozess, Jurist

Für den gewaltsamen Tod einer Studentin auf der Nordseeinsel Juist muss ein 24-Jähriger für sieben Jahre und neun Monate ins Gefängnis.

Die Nachricht vom gewaltsamen Tod einer jungen Frau hatte im Sommer für Entsetzen auf der Urlaubsinsel Juist gesorgt. Für die Tat muss ein 24-Jähriger jetzt eine lange Haftstrafe verbüßen.

Opfer wurde stranguliert und mit Sand erstickt

Für den gewaltsamen Tod einer Studentin auf der Nordseeinsel Juist muss ein 24-Jähriger aus Iserlohn (Nordrhein-Westfalen) eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren und neun Monaten verbüßen. Der stark betrunkene Aushilfskellner habe die 23 Jahre alte Saisonarbeiterin aus dem Harz im Sommer 2013 nach einem Streit geschlagen, stranguliert und mit Sand erstickt, begründete am Dienstag (25.03.) der Richter das Urteil am Landgericht im ostfriesischen Aurich.

Die Staatsanwältin hatte eine Freiheitsstrafe von neun Jahren und sechs Monaten wegen Totschlags gefordert. Die Verteidiger bestritten dagegen eine Tötungsabsicht und hielten fünf bis sechs Jahre für ausreichend.

Opfer aus nichtigem Anlass geschlagen

Täter und Opfer hatten am 25. Juli in einer Diskothek getrunken und waren zum Strand gegangen. In einem Strandkorb kam es offenbar zu Zärtlichkeiten, die jedoch in einem Streit endeten: Die Frau habe ihn wegen seiner Erektionsstörungen ausgelacht, beschimpft und geschlagen, hatte der Angeklagte behauptet. Das Gericht sah dies jedoch als Schutzbehauptung. Dem sonst schüchtern auftretende Mann sei die Situation unter Alkoholeinfluss völlig entglitten. Aus völlig nichtigem Anlass habe er die Frau massiv ins Gesicht geschlagen, sie mit Händen und einem Halstuch gewürgt und stranguliert. Dabei drückte er ihr den Kopf derart auf den Boden, dass sie an dem eingeatmeten Sand erstickte.

"Das war kein schneller Tod. Das Opfer hatte Schmerzen und große Todesangst", sagte Richter Wolfgang Gronewold zu dem Verbrechen. Der Angeklagte habe die Tat zwar nicht geplant, sondern spontan ausgeführt. Letztlich hätte er aber erkennen müssen, dass sein Verhalten den Tod der Frau verursachen würde.

(dpa/mgä)