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Radio Hamburg

Über 200 Mordverdachtsfälle

Krankenpfleger wird zu lebenslanger Haft verurteilt

Oldenburg, 26.02.2015
RHH - Expired Image

Der ehemalige Krankenpfleger gestand 30 Morde. Die zuständigen Richter konnten ihn bisher allerdings nur wegen fünf Fällen verurteilen.

Es könnte sich um eine der größten Mordserien an Krankenhäusern handeln. Der angeklagte Krankenpfleger wurde nun zu lebenslanger Haft verurteilt.

Das Landgericht Oldenburg verurteilte den Mann am Donnerstag (26.02) wegen zweifachen Mordes, zweifachen Mordversuchs und gefährlicher Körperverletzung an Patienten des Klinikums Delmenhorst. Die Ermittler gehen allerdings mehr als 200 Verdachtsfällen nach. Der ehemalige Krankenpfleger hatte während des Prozesses sogar gestanden, für den Tod von bis zu 30 Patienten verantwortlich zu sein. Eine Sonderkommission untersucht weiterhin die mutmaßliche Mordserie , die sich als eine der größten aller Zeiten entpuppen könnte.

Aus Unterforderung gemordet

Der 38-Jährige hatte lange geschwiegen, dann aber überraschend ein Geständnis abgelegt. Demnach spritzte er von 2003 bis 2005 insgesamt 90 Patienten eine Überdosis eines Herzmedikaments, das Kreislaufversagen oder andere schwere Komplikationen auslöste. 30 Menschen sollen gestorben sein. Er habe sich unterfordert gefühlt und deshalb die Notfälle provoziert, begründete er die Taten vor Gericht.

Muss der Krankenpfleger erneut vor Gericht?

In dem Prozess konnten die Richter den Ex-Pfleger nur für die fünf angeklagten Taten verurteilen. Deshalb muss er sich möglicherweise erneut vor Gericht verantworten. Die Ermittlungen der Polizei werden aber vorraussichtlich noch viele Monate in Anspruch nehmen.

(dpa/jmü)

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