Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Lüneburg

Libeskind-Bau feiert Richtfest

Lüneburg, 20.01.2015
LIbeskind-Bau

Das Libeskind-Gebäude der Leuphana Universität Lüneburg feierte am Montag Richtfest. 

Das neue Gebäude der Leuphana Universität in Lüneburg feierte am Montag (19.01) nach knapp dreieinhalb Jahren Bauzeit endlich Richtfest.

Der Libeskind-Bau, der zukünftig mal das Zentralgebäude der Leuphana Universität werden soll, ist nicht nur schick und architektonisch außergewöhnlich, sondern auch unheimlich teuer. Seit mittlerweile dreieinhalb Jahren wird an dem neuen Gebäude gebaut und erst jetzt konnte der Rohbau fertiggestellt werden. 700 Gäste waren am Montag (19.01) in den großen Saal eingeladen, um feierlich den Rohbau einzuweihen.

In dicken Jacken eingepackt, denn es gibt ja weder Fenster und Türen, noch eine Heizung, sitzen die Gäste auf Bierzeltbänken, die mit weißen Hussen bedeckt sind. Zwei riesige Leinwände übertragen die Redner und Musiker. Auch der US-amerikanische Architekt Daniel Libeskind spricht vor dem Publikum und ist begeistert, dass sein Gebäude nach immer wieder verschobenen Terminen nun endlich Richtfest feiert.

Kleines Geschwisterchen der Elbphilharmonie

Lange Zeit wurde infrage gestellt, ob ein solches Projekt überhaupt finanzierbar sei. Für den Bau des neuen Zentralgebäudes wurden anfangs 58 Millionen Euro eingeplant, die sowohl vom Bund, durch Zuschläge der EU, dem Land Niedersachen und der Stadt Lüneburg übernommen werden. Mittlerweile hat sich an dieser Summe einiges geändert. Die Oberfinanzdirektion befürchtete sogar, die Kosten könnten auf 91 Millionen Euro, im schlimmsten Fall sogar auf bis zu 125 Millionen Euro steigen.

Die Leuphana Universität ging selbst zuletzt von etwa 72,3 Millionen Euro aus. Sicher ist aber, dass es auf keinen Fall bei den 58 Millionen Euro wird.

Strafverfahren Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung

Im Herbst 2011 wurde sogar ein Verfahren gegen die Leuphana eingeleitet, nachdem sie den Auftrag zum Bau ohne Ausschreibung an Libeskind vergeben haben sollen. Im Sommer 2013 wurde das Verfahren eingestellt. Geprüft wurde auch, ob ein Tatverdacht auf Untreue und Subventionsbetrug vorliege. Die Studentenvertretung kritisierte ebenfalls, das Projekt sei aus Prestigegründen am Bedarf vorbei geplant worden.

Auch der Eröffnungstermin des Gebäudes wirft nach wie vor ein großes Fragezeichen auf. Bis spätestens Januar 2017 muss der Bau fertiggestellt werden, ansonsten könnten Gelder der EU verloren gehen. Ob dieser Termin eingehalten werden kann, ist nach wie vor unklar, die Uni ist sich aber sicher: "Das Gebäude soll spätestens Ende 2016 fertiggestellt werden."

(asc)

comments powered by Disqus