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Radio Hamburg

Auf Mediziner-Tagung

30 Drogen-Opfer im Rausch

Handeloh, 05.09.2015
Drogen Handeloh

150 Rettungskräfte waren im Einsatz um die Drogen-Opfer zu behandeln.

Bei einer Tagung im niedersächsischen Handeloh mussten 150 Rettungskräfte eingreifen: 30 Personen hatten Amphetamine eingenommen.

Den Einsatzkräften kommen torkelnde Menschen entgegen - es ist ein Großalarm für die Rettungskräfte: In einem Tagungszentrum erleiden mehr als 30 Menschen eine Drogen-Vergiftung. Die Erwachsenen im Alter zwischen 25 und 55 Jahren litten unter Wahnvorstellungen, Krämpfen, Schmerzen, Luftnot und auch Herzrasen, wie Matthias Köhlbrandt von der Kreisfeuerwehr Harburg am Freitagabend sagte. Laut "Bild" habe es sich bei der Tagung um ein Treffen von Ärzten und Homöopathen gehandelt.

Vergiftet mit Amphetaminen

Nach dem Alarm gegen 14.25 Uhr rückten die Rettungskräfte zu einem Großeinsatz aus. In dem örtlichen Tagungszentrum hätten die Helfer die Vergifteten torkelnd und kaum ansprechbar angetroffen, sagte Kreissprecher Johannes Freudewald. "Es sind aber keine lebensbedrohlichen Erkrankungen."

Als Ursache wurde nach ersten Erkenntnissen eine Vergiftung mit Amphetaminen festgestellt, wie der Kreissprecher sagte. Die synthetisch hergestellten Aufputschmittel haben eine euphorisierende Wirkung. Wie Ecstasy und Speed gehört auch die künstlich hergestellte Modedroge Crystal zur Gruppe der Amphetamine. Die Polizei vermutet, dass die Betroffenen mit dem Psychedelikum 2C-E, in Szenekreisen als "Aquarust" bekannt, experimentiert haben. Die etwa 30 Betroffenen kommen größtenteils aus Hamburg, wie das Tagungszentrum bekannt gab.

Rettungswagen an Rettungswagen parkte am Nachmittag vor dem Tagungszentrum in der rund 2300 Einwohner zählenden Kleinstadt. Mehr als 150 Rettungskräfte der Feuerwehren, des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter-Unfallhilfe waren im Einsatz. Die mehr als 30 Verletzten mussten in mehreren Kliniken untergebracht werden. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Die Polizei leitete nun Strafverfahren ein, da es keine Hinweise auf die unfreiwillige Einnahme der Drogen gegeben habe.

Die Polizei rechnete frühestens für Samstag mit ersten Befragungen: "Die Befragungen beginnen, sobald die Menschen ansprechbar und die Aussagen auch verwertbar sind."

(dpa/asc)

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