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Radio Hamburg

Vorsicht "Goldeneye"

Warnung vor Computervirus

Hannover, 12.12.2016
Virus, Computervirus, Trojaner, Rombertik, Malware

Ein Computervirus macht vor allem niedersächsischen Behörden zu schaffen.

Vor allem Behörden in Niedersachsen macht ein neuer Computervirus zu schaffen. Sein Name: "Goldeneye".

Das Computervirus "Goldeneye" macht nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" Unternehmen und Behörden in Niedersachsen zu schaffen. Das Landeskriminalamt warnt vor dem Verschlüsselungstrojaner, der sich
über E-Mails mit vermeintlichen Bewerbungen ausbreitet.

Personalabteilungen betroffen

Nach Informationen des Blattes sind vor allem Personalabteilungen von
Firmen das Ziel. Ein gutes Dutzend Unternehmen sei bereits Opfer der Hacker geworden. Doch im Kreis Göttingen sei laut Polizei auch eine Kommunalverwaltung betroffen.

In der Justizverwaltung des Landes habe man die Sicherheitsvorkehrungen auf die höchste Stufe gehoben, sagte eine Sprecherin des Justizministeriums. Das Ministerium habe die auf Internetstraftaten spezialisierte Staatsanwaltschaft Verden eingeschaltet. "Wir schotten uns total ab", wird Staatsanwalt Lutz Gaebel zitiert. "Auch wir wurden schon angegriffen." 

Das richtet "Goldeneye" an

Wenn ein Rechner mit "Goldeneye" infiziert wird, gibt der PC nach einem Neustart vor, die Festplatte zu überprüfen. In Wirklichkeit verschlüsselt der Trojaner gerade die Daten des Opfers. Die Täter versuchen, von den Opfern Geld für ein Passwort zur Entschlüsselung der Dateien zu erpressen. Bereits am 6. Dezember hatte die Polizei in Osnabrück vor "Goldeneye" gewarnt, nachdem sich dort die Rechner von drei Unternehmen infiziert hatten.

(dpa/aba)