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Radio Hamburg

Mit 1800 Tonnen Schweröl an Bord

Frachter vor Langeoog losgerissen

Cuxhaven/Langeoog, 30.10.2017
Frachter Glory Amsterdam losgerissen

Der Frachter treibt in der Deutschen Bucht vor Langeoog.

Die 225 Meter lange, unbeladene "Glory Amsterdam" hatte sich bei starkem Seegang am Sonntag in der Deutschen Bucht vor Langeoog losgerissen.

Bei starkem Seegang durch Sturm hat sich in der Nordsee ein Frachter losgerissen und treibt seit Sonntagmorgen (29.10.) in der Deutschen Bucht vor Langeoog. Versuche, die 225 Meter lange, unbeladene "Glory Amsterdam" zu bergen, blieben zunächst erfolglos.

Nach bisherigen Erkenntnissen seien die 22 an Bord befindlichen Menschen unverletzt, hieß es.  Aufgrund des starken Seegangs konnten die Anker zunächst nicht gehievt werden, wie das deutsche Havariekommando mitteilte. Das Lagezentrum hat die Einsatzleitung übernommen. Ein Hochseeschlepper sollte das havarierte Schiff sichern, doch Leinenverbindungen brachen. Auch Spezialisten, die per Hubschrauber bei Windstärke 8 bis 9 bei Wellen bis zu sieben Metern auf das Schiff gelangen sollte, konnten wenig ausrichten. 

1800 Tonnen Schweröl an Bord

Der nächste Rettungsversuch für den auf Grund gelaufenen Frachter vor der ostfriesischen Insel Langeoog soll am Montagabend gegen 19.30 Uhr beginnen. Dann wolle das Havariekommando das günstige Hochwasser nutzen, sagte ein Sprecher. Der Frachter hat gut 1800 Tonnen Schweröl und 140 Tonnen Marinediesel als Betriebsstoffe an Bord. Bisher wurde kein Schadstoffaustritt festgestellt. Auch sonst meldete der Kapitän bisher keine Schäden am Frachter, so der Sprecher des Havariekommandos.

(dpa/aba)