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Radio Hamburg

Mord an Lübecker Joggerin

Anklage gegen Tatverdächtigen erhoben

Lübeck, 07.08.2013
Anna Lena, Tote Joggerin aus Lübeck

Der Tatverdächtige habe sexuelle Beweggründe gehabt, als er Anna-Lena angriff.

Im Fall des Mordes an der Lübecker Joggerin Anna-Lena hat die Schweriner Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen den Tatverdächtigen erhoben.

Einen Monat nach dem gewaltsamen Tod einer Joggerin aus Lübeck hat die Schweriner Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 45-jährigen Tatverdächtigen erhoben. Ihm werden Mord, versuchte sexuelle Nötigung und Verstoß gegen das Waffengesetz zur Last gelegt.

Tatverdächtiger wurde schnell gefunden

Die Staatsanwaltschaft teilte am Mittwoch (07.08.) mit, dass der mutmaßliche Täter die junge Frau erstochen hat, als diese sich gegen sexuelle Übergriffe des Mannes wehrte. Der 45-Jährige ist bereits wegen versuchter Vergewaltigung vorbestraft. Drei Tage nach der grausamen Tat wurde der Verdächtige aufgrund von DNA-Spuren gefunden und verhaftet. Er wohnte in der Nähe der Eltern des Opfers.

Das 29-jährige Opfer hatte im Juli zusammen mit ihrem zweijährigen Kind und ihrem Mann ihre Eltern in Lübeck besucht und war am Morgen des 7. Juli in einem Wald bei Herrnburg in Nordwestmecklenburg joggen gegangen. Dort griff der Mann sie an und stach auf sie ein - nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft, weil er Angst hatte entdeckt zu werden, nachdem ein Übergriff misslungen war. Nach einem Stich in den Hals verblutete die junge Frau. Passanten fanden die Tote am alten Kolonnenweg an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Kind lebte die Frau eigentlich in Italien.

Bisher keine Äußerung vom Angeklagten

Die Staatsanwaltschaft sieht nach eigenen Angaben niedrige Beweggründe für die Tat. Das Gesetz sehe für solche Taten lebenslange Haft vor. Bisher habe sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen geäußert und schweigt weiterhin, was jedoch nicht als Schuldeingeständnis gewertet werden könne, wie die Anklagebehörde betonte.

Für das Tatgeschehen gebe es keine Zeugen, doch die Staatsanwaltschaft zeigte sich überzeugt, dass sie den 45-Jährigen anhand "objektiver Beweismittel" überführen können. Auf dem in Tatortnähe gefundenen Messer seien DNA-Spuren des Tatverdächtigen und des Opfers festgestellt worden und Schuhabdrücke sollen für die Täterschaft des Mannes sprechen.

Opfer wurde aus sexuellen Beweggründen ausgesucht

Er habe sein Opfer aus sexuellen Beweggründen ausgesucht und nicht, um sie auszurauben, wofür die Wahl des Tatorts und die Tatzeit sprechen würden. Die junge Frau sei an einem Sonntagvormittag auf einem beliebten Joggingweg unterwegs gewesen und habe "ersichtlich keine Wertgegenstände bei sich" getragen, wie die Staatsanwaltschaft erklärte.

(dpa/pgo)