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Radio Hamburg

Tote Joggerin aus Lübeck

Fall Anna-Lena: Spuren werden ausgewertet

Schwerin/Lübeck, 12.07.2013
Anna Lena, Tote Joggerin aus Lübeck

Die Polizei kann im Fall der toten 29-jährigen Joggerin Anna-Lena U. aus Lübeck erste Erfolge verzeichnen. Der Tatverdächtige schweigt zu den Vorwürfen.

Der Tatverdächtige in dem Mordfall von Anna-Lena U. aus Lübeck schweigt zu den Vorwürfen. Die Ermittler werten derweil weitere Spuren aus.

Nach der Verhaftung eines Tatverdächtigen im Fall der getöteten Joggerin aus Lübeck laufen die Ermittlungen weiter. Zahlreiche Spuren müssten ausgewertet werden, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft am Freitag in Schwerin mit. Die Kriminalisten hätten aus der Wohnung des 45 Jahre alten Tatverdächtigen in Lübeck verschiedene Dinge mitgenommen. Zudem sollen die DNA-Spuren vom Tatort im Wald bei Herrnburg (Nordwestmecklenburg) mit Spuren von anderen Tatorten verglichen werden.

Die Ermittler prüfen auch Parallelen zu anderen Fällen. So soll ermittelt werden, ob der 45-Jährige als Täter für bislang ungeklärte Straftaten infrage kommt. Ein Spezialkommando der schleswig-holsteinischen Polizei hatte den Mann in der Nacht zu Donnerstag in dessen Wohnung festgenommen.

Das Amtsgericht Schwerin erließ noch am selben Tag Haftbefehl. Norman L. steht in dringendem Verdacht, die 29-jährige Anna-Lena U. beim Joggen im Wald zwischen der Hansestadt und der Ortschaft Herrnburg überfallen und getötet zu haben. Bislang schweigt der Mann zu den Vorwürfen, wie es weiter hieß.

Durch DNS-Vergleich auf Tatverdächtigen gekommen

Auf diesem waldweg geschah die Tat

Die 29-jährige Anna-Lena U. war am Sonntag beim Joggen in dem Waldgebiet an der ehemaligen innerdeutschen Grenze erstochen worden. In der Nähe des Tatortes wurde das Tat-Messer von den Ermittlern sichergestellt. Durch einen DNS-Vergleich kamen die Ermittler auf die Spur des Verdächtigen. 

Norman L. saß bereits wegen versuchter Vergewaltigung im Gefängnis, weshalb auch sein DNS-Material bereits vorlag. Anna-Lena U. wurde nicht vergewaltigt. Laut Ermittlern, weist der Mordfall von Anna-Lena U. jedoch Ähnlichkeiten zu einem Mord auf, der vor 24 Jahren geschah. Näheres wurde nicht bekanntgegeben. 

Trauer um tote Joggerin Anna-Lena

Spaziergänger entdeckten Leiche

Passanten hatten am Wochenende die Leiche entdeckt. Wenig später war auch der Vater des Opfers am Tatort eingetroffen, der vermutlich schon nach seiner Tochter gesucht hatte. Einem Bericht der "Ostsee-Zeitung" (Mittwoch) zufolge deuten Kampfspuren am Ort des Geschehens darauf hin, dass sich die junge Frau gegen den Angreifer gewehrt hat. Die 29-jährige Anna-Lena hinterlässt ein kleines Kind. Offenbar hielten sich Ehemann und Tochter des Opfers zum Zeitpunkt des Verbrechens in Italien auf.

(dpa/apr/pgo)

 

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