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Radio Hamburg

Lauenburg

Hochwasser: Der Norden wappnet sich

Lauenburg, 06.06.2013
Hochwasser in Lauenburg

In Lauenburg sind die Einsatzkräfte weiter mit dem Schutz vor der anrollenden Elbe-Hochwasserwelle beschäftigt.

Das Rekordhochwasser der Elbe wird Schleswig-Holstein voraussichtlich erst Mitte nächster Woche erreichen.

In Norddeutschland bereiten sich Tausende Helfer auf die Flut vor. Das Rekordhochwasser der Elbe wird Schleswig-Holstein voraussichtlich erst Mitte nächster Woche erreichen. Nach Angaben der Hochwasservorhersagezentrale in Magdeburg wird für nächsten Donnerstag in Lauenburg ein Pegelstand von 9,75 Meter erwartet. Dieser Wert, der rund einen halben Meter über dem bisherigen Höchststand von 2011 liegt, war ursprünglich schon für dieses Wochenende erwartet worden. Dennoch halte der Krisenstab des Kreises zunächst an der Anordnung fest, wonach die Bewohner der Unterstadt am Freitag ihre Häuser verlassen müssen, sagte ein Kreissprecher am Donnerstag. Die endgültige Entscheidung über den Beginn der Evakuierung sollte am Donnerstagnachmittag fallen.

Hilfe für Lauenburg: Alle Infos finden Sie hier

Sehen Sie, wie das Wasser ansteigt:   Lauenburg-Webcam

Erwartete Wasserstände nach unten korrigiert

Tausende Einsatzkräfte sind mit dem Schutz der niedersächsischen Orte vor der anrollenden Elbe-Hochwasserwelle beschäftigt. Die Prognosen sagen für die kommende Woche eine große Flut vorher, die erwarteten Wasserstände wurden aber am Donnerstag erneut nach unten korrigiert und könnten unter bisherigen Rekordwerten bleiben. Welche Wassermassen werden wann in Niedersachsen erwartet? Bereits von diesem Freitag an erwartet der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz stark ansteigende Wasserstände. Der höchsten Pegelstand könnte eventuell schon Mitte kommender Woche überschritten sein. Die Experten gehen von einem langgestreckten Hochwasserscheitel aus, was ein langanhaltendes Hochwasser bedeutet. Die Pegelstände werden voraussichtlich nur langsam wieder nach unten gehen. 

Spenden: So können Sie helfen

Durchweichen von Deichen befürchtet

Die Deiche bestehen aus einem Sandkern, der an der Wasser- und Landseite mit einer Lehmschicht abgedeckt und mit Gras bepflanzt wird. Entscheidend für die Stabilität der Deiche ist, wie lange hohe Wasserstände Druck auf den Deich ausüben. Selbst wenn der Wasserstand bereits sinkt, kann es nach einem lange anhaltenden Hochwasser zum Durchweichen von Deichen kommen. Gefährdeter sind noch nicht ertüchtigte und erhöhte Deiche, aber auch anderenorts gibt es neuralgische Punkte, an denen Wasser durchsickern kann. Deichwachen, Feuerwehr und Bundeswehr halten die Stabilität der Deiche im Blick. 

Unterschied zu den Hochwassern von 2002, 2006 und 2011

Vieles hängt von der Höhe der prognostizierten Wassermassen ab, die bisherige Rekordmengen möglicherweise doch nicht überschreiten werden. Bezahlt machen werden sich wohl die Investitionen in den Hochwasserschutz. Seit 2002 flossen 146 Millionen Euro in Deichertüchtigungen oder etwa die Schutzeinrichtungen in Hitzacker. Außerdem ermöglicht die lange Vorlaufzeit es diesmal den Einsatzkräften, sich zahlreich und intensiv auf die Flut zu rüsten. Als erstes rücken meist Bleckede und Hitzacker in den Fokus.

Lage in Sachsen-Anhalt weiter kritisch

Sachsen-Anhalt ist weiter schwer vom Hochwasser geplagt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sicherte bei einem Besuch in Bitterfeld den Menschen erneut Unterstützung zu. Der Innenstadt von Bitterfeld drohte weiter die Überflutung, weil der Goitzschesee vollläuft. "Das Wasser steigt permanent", sagte die Oberbürgermeisterin von Bitterfeld-Wolfen, Petra Wust, am Donnerstag. Zwei Sprengungen eines Dammes hatten keine Entlastung gebracht, eine dritte lehnte Sachsen auf seinem Gebiet ab. Sachsen-Anhalt legt einen millionenschweren Hilfsfonds auf. Auch in Halle blieb die Lage angespannt, obwohl der Pegelstand der Saale zurückging.

Der Wasserspiegel der Elbe steigt hingegen weiter. In Magdeburg wird der Hochwasserscheitel für das Wochenende erwartet. Die Vorhersagen sind für die Experten aber schwierig. In mehreren Straßen der Landeshauptstadt wurden Sandsack-Dämme errichtet. Im Land mussten tausende Menschen ihre Häuser wegen des Hochwassers verlassen. In Halle war die Lage nach Einschätzung des Katastrophenstabes weiter äußerst angespannt - trotz gesunkenen Pegelstandes. Der Druck
auf die Deiche, die die Innenstadt und Halle-Neustadt vor Überflutung schützen sollen, sei weiterhin groß.

Am Sonntag will sich Bundespräsident Joachim Gauck in Halle und an der Elbe mit Betroffenen und Helfern treffen, wie das Bundespräsidialamt in Berlin mitteilte.

Bahn leitet Züge um

Und auch die Bahn ist betroffen: Wegen einer drohenden Überflutung der Gleise wurde ein Streckenabschnitt bei Wittenberg gesperrt. Die Fernzüge auf der ICE-Strecke Hamburg-München werden seitdem über Dessau umgeleitet.

(dpa/lhö)

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