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Radio Hamburg

Bergung erfolgreich

Nord-Ostsee-Kanal wieder frei befahrbar

Brunsbüttel, 07.11.2013
Nord-Ostsee-Kanal Schiff, Siderfly, Kollision

Wieder freie Fahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal: Der havarierte Frachter "Siderfly" ist geborgen worden und liegt im Hafen Brunsbüttel.

Nach der erfolgreichen Bergung des leckgeschlagenen Düngemittelfrachters "Siderfly" läuft der Schiffsverkehr im Nord-Ostsee-Kanal wieder.

"Aktuell beträgt die Wartezeit für große Schiffe in Brunsbüttel allerdings mindestens sechs Stunden", sagte der Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes, Thomas Fischer, am Donnerstag (7.11.) . Sowohl in Brunsbüttel als auch in Kiel-Holtenau stünde weiterhin nur je eine große Schleusenkammer zur Verfügung. Vor der Kanaleinfahrt in Kiel gebe es für Schiffe aber keine größeren Wartezeiten.

"Siderfly"-Bergung mit zwei Schleppern

Am Mittwoch (6.11.) hatten Einsatzkräfte den Unglücksort nahe der Brunsbütteler Hochbrücke geräumt. Zwei Schlepper zogen die 100 Meter lange "Siderfly" zum Brunsbütteler Hafen. Sie war am 28. Oktober bei einem Zusammenstoß mit dem Gastanker "Coral Ivory" so schwer beschädigt worden, dass sie zu sinken drohte. Mit Hilfe von Schleppern wurde das Schiff zunächst an der Böschung des Kanals gehalten. An der Bergung waren insgesamt 60 Einsatzkräfte beteiligt.

Ölsperren gelegt

Das Leck im Rumpf des Schiffs ist entgegen ersten Befürchtungen nicht so schlimm: Hinter dem rund zwei mal sieben Meter großen Loch in der Außenwand entdeckten die Bergungsexperten in der Wand des Laderaums nur einen wenige Zentimeter breiten Riss. Im Hafen Brunsbüttel wurden wie zuvor an der Unglücksstelle erneut Ölsperren um den Havaristen gelegt. Mittlerweile ist es dem Bergungsteam gelungen, das bordeigene Notstromaggregat wieder in Betrieb zu nehmen. Am Donnerstagvormittag wurde das Schiff noch einmal vom Einsatzleiter des Havariekommandos begutachtet.

Kanal bereits zum dritten Mal gesperrt

Die "Siderfly" war mit einer Ladung Harnstoff - einem ungiftigen Dünger - auf dem Weg von Brunsbüttel nach Antwerpen gewesen. Wegen der Havarie musste der Kanal in diesem Jahr bereits das dritte Mal mehrere Tage lang komplett gesperrt werden. Zuvor gab es bereits wegen der maroden Technik der Schleusenanlagen sowie durch einen Arbeitskampf länger dauernde Komplettsperrungen. Der rund hundert Kilometer lange Nord-Ostsee-Kanal verkürzt den Weg für Schiffe im Vergleich zur Route um Dänemark herum um gut 400 Kilometer. Wirtschaftsverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein haben in der Vergangenheit mehrfach gefordert, den Kanal zügig zu modernisieren und auszubauen.

(dpa/mgä)

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