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Radio Hamburg

Nach Frachter-Kollision

Nord-Ostsee-Kanal wieder befahrbar

Brunsbüttel, 31.10.2013
Schiff Brunsbüttel Nord-Ostsee-Kanal

Nach der Frachter-Kollision ist der Nord-Ostsee-Kanal wieder befahrbar.

Drei Tage nach der Havarie von zwei Frachtern ist der Nord-Ostsee-Kanal wieder befahrbar.

Der Nord-Ostsee-Kanal ist seit Donnerstag wieder für alle Schiffe offen. Drei Tage nach der Kollision von zwei Düngemittelfrachtern bei Brunsbüttel können auch dicke Pötte die wichtige Wasserstraße wieder nutzen, sagte Ulrike Windhövel vom Havariekommando Cuxhaven. Am Montagmorgen waren zwei Frachter auf dem Nord-Ostsee-Kanal zusammengestoßen. Bei der Kollision wurde die 100 Meter lange "Siderfly" schwer beschädigt. Das Schiff liegt seitdem mit Schlagseite an der Böschung. Zur Unglücksursache gab es zunächst keine Erkenntnisse.

Frachter muss entladen werden

Priorität bei den Bergungsarbeiten habe jetzt die Entladung des Havaristen. Die leckgeschlagene "Siderfly" liegt seit der Havarie mit Schlagseite an der Böschung. Bulldozer halten den Frachter von Land aus mit 48 Millimeter dicken Stahltrossen fest. Der unter der Flagge von St. Vincent und den Grenadinen fahrende Frachter war auf dem Weg von Brunsbüttel nach Antwerpen. Er hat Harnstoff-Kristalle geladen - weiße, ungiftige Pellets, die wegen ihres hohen Stickstoffgehaltes als Dünger genutzt werden. Die Ladung soll mit motorlosen Transportkähnen an Land transportiert werden. Dort kann sie, falls nötig, getrocknet und wiederaufbereitet werden. Zuvor müssen jedoch die Lukendeckel geöffnet werden, was einige Zeit in Anspruch nehmen kann, sagte Windhövel.

Schiffe nehmen anderen Weg

Der Stillstand auf der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt zeigte starke Auswirkungen. Während zu Beginn der Woche noch rund drei Dutzend Schiffe in Kiel und auf der Elbe auf Einlass in den Kanal warteten, waren es zuletzt nur noch ein Hand voll. "Die Zahlen nahmen kontinuierlich ab, ohne dass ein einziges Schiff geschleust wurde", sagte Thomas Fischer vom Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel. Nacheinander hätten die Kapitäne die Geduld verloren und sich auf den Weg um Skagen gemacht, so dass am Donnerstag nur noch ein Schiff vor Brunsbüttel wartete und fünf in Kiel, sagte Fischer.

Der rund hundert Kilometer lange Nord-Ostsee-Kanal verbindet die Deutsche Bucht mit der Ostsee und verkürzt den Weg im Vergleich zur Route um Dänemark herum um gut 400 Kilometer.

(dpa / ste)

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