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Radio Hamburg

Nord-Ostsee-Kanal

Wasserstraße bleibt gesperrt - Bergung nicht absehbar

Kiel/Brunsbüttel, 29.10.2013
Nord-Ostsee-Kanal Schiff, Siderfly, Kollision

Die beschädigte "Siderfly" wird gesichert. Wann sie geborgen werden kann, ist noch nicht absehbar.

Der Nord-Ostsee-Kanal bleibt nach der Kollision zweier Frachter weiter gesperrt. Schiffe müssen sich gedulden. Unfallursache noch unklar.

Nach der Kollision zweier Düngemittel-Frachter auf dem Nord-Ostsee-Kanal bleibt die Wasserstraße weiter voll gesperrt. Wann die 100 Meter lange "Siderfly" geborgen werden könne, sei bislang nicht abzuschätzen, sagte eine Sprecherin des Havariekommandos Cuxhaven am frühen Dienstagmorgen. Die Unfallursache stand ebenfalls noch nicht fest. Noch am Montagabend hätten etwa zehn Schiffe auf ihre Weiterfahrt warten müssen, fügte die Sprecherin hinzu.

Anker stabilisieren Schiff

Die "Siderfly" war am Montagmorgen (28.10.) mit der 116 Meter langen "Coral Ivory" unterhalb der Brunsbütteler Hochbrücke zusammengestoßen. Sie war durch zwei drei bis fünf Meter große Löcher im Rumpf so stark beschädigt, dass sie zu sinken drohte. Zwei Schlepper drückten den Frachter auf die Kanalböschung und hielten ihn dort fest. Das Schiff wurde mit an Land ausgebrachten Ankern stabilisiert. Nach der Havarie sei Dieselöl, jedoch kein Schweröl ausgetreten. Menschen wurden bei dem Unglück nicht verletzt. An Bord der beiden Schiffe waren zum Unfallzeitpunkt insgesamt 28 Besatzungsmitglieder.

Lest auch: Unfall bei Brunsbüttel : Schiffskollision auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Zwei Düngemittel-Frachter kollidieren auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Beide voll beladen. Nur der Frachter mit dem ung ...

Düngemittel und Ammoniak an Bord

Die unter der Flagge von St. Vincent und den Grenadinen fahrende "Siderfly" war auf dem Weg von Brunsbüttel nach Antwerpen. Sie hatte Harnstoff geladen - weiße, ungiftige Kristalle, die wegen ihres hohen Stickstoffgehaltes weltweit als Düngemittel genutzt werden. Ein Leck lag im Bereich ihrer Laderäume. Der unter der Flagge der Niederlande fahrende Gastanker "Coral Ivory" wollte 4030 Tonnen Ammoniak nach Finnland bringen. Seine Laderäume blieben bei der Kollision unbeschädigt. Er machte in Brunsbüttel fest. (dpa)

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