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Radio Hamburg

Aus für Fischerei

Friedrichskoog wird zum Museumshafen

Friedrichskoog, 24.02.2014
RHH - Expired Image

In Friedrichskoog soll ein Museumshafen entstehen.

Das Aus für den Landeshafen Friedrichskoog steht bevor. Doch die Menschen in Friedrichskoog warten weiter auf ein Wunder.

Friedrichskoogs traditionsreicher Hafen hat nach Ansicht der schleswig-holsteinischen Landesregierung keine Zukunft. "Aus Landessicht lohnt sich ein Weiterbetrieb des Hafens nicht", machte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) am Montag klar. Er war gemeinsam mit Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) zu Gesprächen über die Zukunft des Fischereihafens in Dithmarschen. Friedrichskoogs Bürgermeister Roland Geiger gab sich nach dem Gespräch jedoch weiter kämpferisch: Er habe zu Beginn klar gestellt, "wir unterhalten uns nicht darüber, was passiert, wenn der Hafen geschlossen wird, sondern wir unterhalten uns über das, was passiert, damit wir den Hafen offen halten können", sagte er.

Wirtschaftliche Verlagerung nach Büsum

Unter anderem solle das touristische Potenzial Friedrichskoogs ausgebaut werden. Dafür sollen Experten um die Attraktionen Seehundstation und Krabbenkutter ein Konzept entwickeln. So könne der Seehafen zu einem Museumshafen umgewandelt werden – also Krabbenkutter in einem "Hafen" ohne Zugang zum Meer. "Das klingt im ersten Moment sehr schwierig für alle, die Jahre lang vom Wirtschaftshafen gelebt und profitiert haben", sagte Meyer. "Aber es ist ein Zeichen, dass sich wirtschaftliche Bewegungen verlagert haben - zum Beispiel nach Büsum." Meyer versprach dafür Geldspritzen aus Kiel. "Da ist das Land bereit, mit in die Verantwortung zu gehen." Und auch aus Hamburg könnten Gelder nach Friedrichskoog fließen: Beispielsweise, wenn die Hanseaten ihren ausgebaggerten Elbsand in die Nordsee kippen, deutete Wirtschaftssenator Horch an. Bislang gilt Friedrichskoog nach Büsum und Husum als drittwichtigster Fischereihafen an Schleswig-Holsteins Nordseeküste. Mehr als 30 Krabbenkutter haben ihn als Heimathafen registriert.

Einnahmen von rund 75.000 Euro

Er wurde vor 160 Jahren als reiner Frachthafen angelegt, da die Krabbenfischer zu der Zeit noch vom offenen Deich aus auf Fang gingen. 1883 wurde der erste Krabbenkutter registriert. Bald platzte der kleine Hafen aus allen Nähten, so dass zwischen 1916 und 1928 mehr Anlegeplätze gebaut wurden. In seiner Blütezeit war Friedrichskoog mit fast 70 Kuttern zweitgrößter Krabbenfischereihafen im Land. Die jährlichen Gesamtkosten für den Hafenbetrieb werden auf rund 700.000 Euro geschätzt - die Hälfte davon verschlingen die ständigen Ausbaggerungen. Dem stehen Einnahmen aus dem Hafenbetrieb von rund 75.000 Euro jährlich gegenüber.

(dpa/fbu)

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