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Radio Hamburg

Bad Bramstedt

Großrazzia auf Schlachthof

Bad Bramstedt, 26.02.2014
Polizei, Polizist

Auf einem Schlachthof in Bad Bramstedt wurde eine Razzia durchgeführt.

Großrazzia auf einem Schlachthof in Bad Bramstedt: Die Staatsanwaltschaft Kiel hat Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts mangelnder Hygiene und Tierquälerei eingeleitet.

Ausgangspunkt der Ermittlungen seien Erkenntnisse des Kieler Landwirtschaftsministeriums, nach denen es in den Firmenräumen zu Verstößen gegen das Tierschutzgesetz im Zusammenhang mit Schlachtungen gekommen sein soll, teilte die  Staatsanwaltschaft am Dienstag (25.02.) in Kiel mit.

Produktion in Schlachthof vorerst gestoppt

Darüber hinaus bestehe der Verdacht, dass sich die Räume in hygienisch bedenklichem Zustand befunden haben sollen und noch befinden. Die Firmenräume seien am Dienstag zur Klärung des Sachverhalts durchsucht worden. Weitere Erklärungen wollte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht abgeben. Das Ministerium ließ die Produktion in dem Schlachthof vorerst stoppen. "Die Fachaufsicht hat den zuständigen Kreis (Segeberg) angewiesen, aufgrund der festgestellten erheblichen Hygienemängel den Betrieb zunächst nicht freizugeben, bis diese Mängel abgestellt sind", hieß es am Abend in einer Mitteilung.

Betreiber wehrt sich gegen Anschuldigungen

Bei dem Betrieb handelt es sich um einen Schlacht- und Zerlegebetrieb des niederländischen Lebensmittelkonzerns Vion. Dieser wehrte sich gegen die Anschuldigungen: Der Vorwurf von angeblichen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und das Lebensmittelgesetz seien für Vion Food nicht nachvollziehbar, teilte der Konzern am Dienstagnachmittag mit. Die Geschäftsführung von Vion Food Deutschland habe der Staatsanwaltschaft Kiel die volle Unterstützung bei ihren Ermittlungen zugesagt. Alle Betriebsabläufe seiend dokumentiert und transparent, hieß es weiter. "Die Unterlagen und elektronischen Erfassungen wurden den Behörden vom Unternehmen zur Verfügung gestellt."

Bis zu 500 Schlachtungen am Tag

Vion in Bad Bramstedt ist eigenen Angaben zufolge einer der größten Rindfleischbetriebe in Norddeutschland mit bis zu 500 Schlachtungen am Tag. An dem Standort arbeiten 330 Menschen. Um 11.00 Uhr hatten die Ermittlungsbeamten laut Vion ihre Durchsuchungen der Produktions- und Bürogebäude begonnen. Die Produktion im Betrieb sei daraufhin gestoppt worden.

Das Unternehmen unterliege in allen Bereichen, von der Tieranlieferung über die Schlachtung bis hin zur Zerlegung einer ständigen amtstierärztlichen Kontrolle, teilte Vion weiter mit. Die staatliche Aufsichtsbehörden hätten bisher keine Einwände gegen die untersuchten Bereiche des Betriebs Bad Bramstedt erhoben. "Stellten die Amtstierärzte in der Vergangenheit im Produktionsprozess jedoch gelegentlich Verstöße gegen die strengen lebensmittelrechtlichen Richtlinien fest, wurden diese umgehend behoben", hieß es weiter.

Landwirtschaftsministerium schaltete Staatsanwaltschaft ein

Eine Sprecherin des Landwirtschaftsministerium bestätigte, dass ihr Haus die Staatsanwaltschaft Kiel eingeschaltet habe. Minister Robert Habeck (Grüne) sagte, grundsätzlich gelte, "wir töten Tiere, um sie zu essen. Aber wir dürfen sie nicht über Gebühr quälen oder ihnen Leiden zufügen. Tierschutzvorschriften müssen penibel eingehalten werden."

(dpa/mgä)

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