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Radio Hamburg

Familiendrama in Glinde

Vater durch geistige Erkrankung schuldunfähig

Glinde, 24.01.2014
Glinde tote Kinder

Brutales Familiendrama in Glinde: Offenbar wurden zwei Kinder von ihrem Vater getötet.

Der Fund zweier Kinderleichen schockiert den Norden. Der Vater soll aufgrund seiner geistigen Erkrankung schuldunfähig sein.

Familiendrama in Schleswig-Holstein: Zwei kleine Geschwister sind in Glinde bei Hamburg getötet worden. Die Polizei nahm den 38 Jahre alten Vater wegen des Verdachts des zweifachen Mordes fest. Er hatte am Freitagmorgen (24.01.) bei der Einsatzleitstelle der Polizei in Lübeck angerufen und mitgeteilt, dass er soeben seine Kinder getötet habe. Die Polizei fand daraufhin das vierjährige Mädchen und den sechsjährigen Jungen tot in dem Einfamilienhaus. Die Obduktion der Kinder habe ergeben, dass sie durch Gewalteinwirkung auf den Hals mit einem Messer gestorben seien, so eine Polizeisprecherin.

Haftbefehl wegen zweifachen Mordes

Ein Richter erließ am Freitag (24.01) gegen den Vater der Kinder Haftbefehl wegen zweifachen Mordes. Aufgrund seiner Erkrankung wurde der 38-Jährige in eine psychiatrische Klinik gebracht, da er nicht schuldfähig sei, so die Polizeisprecherin. Dieser Verdacht auf eine psychische Erkrankung sei im Laufe der Vernehmung entstanden, sagte Günter Möller, Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck. "Ein zum Termin beim Haftrichter hinzugezogener Gutachter hat diesen Verdacht dann bestätigt", so Möller. 

Motiv noch unklar

Die Hintergründe der Tat sind nach wie vor unklar. Der Vater soll nach unbestätigten Angaben eine Zahnarztpraxis in Hamburg haben. Das "Hamburger Abendblatt" berichtete unter Berufung auf Nachbarn, dass die Familie vor knapp zwei Jahren in das Haus in Glinde gezogen sein soll. Die 30 Jahre alte Mutter, die sich auch in dem Haus aufhielt, wird psychologisch betreut.

Mordkommission ermittelt

Die Polizei sperrte das weiße Einfamilienhaus, das in einer ruhigen Wohngegend liegt, weiträumig ab. Die Mordkommission und die Spurensicherung der Bezirkskriminalinspektion Lübeck nahmen die Ermittlungen auf. Die Kleinstadt Glinde liegt etwa sieben Kilometer von der östlichen Hamburger Stadtgrenze entfernt und hat rund 17.600 Einwohner.

Nachbarn sind geschockt

Ein 64-jähriger Nachbar der Familie hat die Kinder gut gekannt und beschreibt sie als lustig, lebensfroh und munter. Nach seiner Aussage ist die ursprünglich aus Afghanistan stammende Familie vor knapp drei Jahren in das Einfamilienhaus in Glinde gezogen und machte immer einen normalen Eindruck. Der 64-Jährige ist geschockt.

(dpa/apr/eli)