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Radio Hamburg

Joggerin-Mordprozess

Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft

Schwerin, 17.01.2014
Anna Lena, Tote Joggerin aus Lübeck

Der Angeklagte Norman L. soll eine junge Mutter überfallen und sie mit einem Messerstich in den Hals getötet haben.

Die Anklage geht davon aus, dass der 46-jährige Norman L. entgegen seinen Beteuerung doch vorgehabt hat, Anna-Lena U. zu töten.

Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Lübecker Joggerin hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haftstrafe für den 46 Jahre alten Angeklagten gefordert. Die Beweislast der Indizien sei so groß gewesen, dass es des späten, zudem unglaubhaften Geständnisses nicht bedurft hätte, sagte der Anklagevertreter am
Freitag (17.01.) vor dem Landgericht in Schwerin. Nach seiner Auffassung muss die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden, so dass eine vorzeitige Entlassung nicht möglich ist.

Junge Mutter wurde zufällig Opfer

Norman L. habe entgegen seinen Beteuerungen die Frau töten wollen und sich so des Mordes schuldig gemacht, betonte der Ankläger. Die junge Mutter, die mit ihrer Familie zu Besuch bei den Eltern in Lübeck war, sei zufällig sein Opfer geworden. Die 29-jährige Anna-Lena U. war am 7. Juli 2013 auf einem Waldweg zwischen Lübeck und Herrnburg (Nordwestmecklenburg) beim Joggen angegriffen und durch einen Messerstich in den Hals getötet worden.

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In der abschließenden Sachverständigen-Anhörung hatte eine Psychiaterin dem vorbestraften Mann eine Persönlichkeitsstörung attestiert, eine verminderte Schuldfähigkeit aber verneint. Der Angeklagte hatte erst am Montag (13.01.) nach langem Schweigen die Tat zugegeben, eine Tötungsabsicht aber bestritten. Er war vier Tage nach der Tat in seiner Lübecker Wohnung festgenommen worden. DNA-Spuren an der Tatwaffe, einem in Tatortnähe gefundenen Butterflymesser, hatten auf seine Spur geführt. (dpa/apr)