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Radio Hamburg

Mord an Joggerin in Lübeck

Angeklagter zu lebenslanger Haft verurteilt

Schwerin, 22.01.2014
Gefängnis

Der Angeklagte versteckte sich während des Prozesses hinter einem Aktenordner.

Für den Mord an einer 29 Jahre alten Joggerin aus Lübeck hat das Landgericht Schwerin einen 46-jährigen Mann zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Nach Überzeugung der Richter hatte er die Frau am Morgen des 7. Juli 2013 in einem Wald zwischen Lübeck und Herrnburg (Mecklenburg-Vorpommern) angegriffen und mit einem gezielten Messerstich in den Hals getötet. Die späte Erklärung
 des Mannes, er habe die Frau attackieren, aber nicht töten wollen, konnte den Mordvorwurf nicht entkräften.

Besondere Schwere der Schuld festgestellt

Das Gericht folgte am Mittwoch (22.01.) mit dem Urteil dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft und stellte auch die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Entlassung des vorbestraften Mannes nach frühestens 15 Jahren nicht möglich. Der Verteidiger hatte auf gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge plädiert und elfeinhalb Jahre Freiheitsentzug verlangt.

29-Jährige hinterlässt Mann und einen Sohn

Der Mann war vier Tage nach dem aufsehenerregenden Verbrechen in seiner Wohnung festgenommen worden. DNA-Spuren an der Tatwaffe, einem in Tatortnähe gefundenen Butterflymesser, hatten auf seine Spur geführt. Bis unmittelbar vor Prozessende hüllte sich der 46-Jährige in Schweigen. Dann hatte er in einer Erklärung den Angriff überraschend doch zugegeben, die Tötungsabsicht aber bestritten. Die Frau, die ihre Eltern in Lübeck besucht hatte und nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft zufällig Opfer wurde, hinterlässt einen kleinen Sohn und einen Mann. Die junge Familie lebte in Italien.

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(dpa/mgä)