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Radio Hamburg

Windkraft

Anlagenfinanzierer Prokon meldet Insolvenz an

Itzehoe, 22.01.2014
Prokon in der Insolvenz

Der Windanlagenfinanzierer Prokon hat Insolvenz angemeldet.

Mehr als eine Milliarde Euro haben Anleger dem Windanlagenfinanzierer zur Verfügung gestellt. Jetzt ist Prokon Pleite.

Der in Schieflage geratene Windanlagenfinanzierer Prokon hat Insolvenz beim Amtsgericht Itzehoe angemeldet. Das teilte die Prokon Regenerative Energien GmbH am Mittwoch in Itzehoe mit. Zuvor hatte bereits die „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde nach Prokon-Angaben der Rechtsanwalt und Insolvenzspezialist Dietmar Penzlin bestellt.

Anleger haben Genussrechte gekündigt

Das Unternehmen, das in erneuerbare Energien investiert, finanziert sich fast ausschließlich über sogenannte Genussrechte. Weil viele Anleger ihre Genussrechte gekündigt haben, ist das Unternehmen jedoch in eine ernste Liquiditätsklemme geraten. In einem umstrittenen Schreiben an die Anleger hatte Prokon noch kurz zuvor vor einer Insolvenz gewarnt, sollten sich diese von ihren Anteilen trennen. Verbraucherschützer hatten das Schreiben heftig kritisiert.

Unterschied zu Aktien und Anleihen

Die von Prokon ausgegebenen Genussscheine sind Wertpapiere, die eine Sonderstellung zwischen Aktien und Anleihen haben. Unternehmen kommen an Kapital, der Käufer der Genussrechte erhält im Gegenzug regelmäßige Zinszahlungen. Im Unterschied zu Anleihen können diese Zahlungen aber auch gestrichen oder verschoben werden, wenn kein Gewinn anfällt. Im Gegensatz zum Aktienbesitzer hat der Inhaber von Genussscheinen kein Mitspracherecht bei der Firma.

Geht sie pleite und wird abgewickelt, werden Genussscheine erst nach den anderen Forderungen bedient. Es besteht also die Gefahr des Totalverlusts. Genussscheine sind risikoreicher als andere Wertpapiere, die Zinssätze deshalb gemeinhin höher.

(dpa / ste)

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