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Radio Hamburg

Haus-Explosion in Itzehoe

Gasexplosion war nicht die Ursache

Itzehoe, 12.03.2014
Haus-Explosion, Itzehoe

Bei der Explosion eines Hauses in Itzehoe kamen am Montag (10.03.) vier Menschen ums Leben.

Auf der Suche nach möglichen Ursachen der Haus-Explosion in Itzehoe haben Experten die Gasleitung geprüft.

Auf der Suche nach der Explosionsursache in Itzehoe sind die Ermittler ein Stück vorangekommen.

Alle Gasleitungen ohne Defekt

"Wenn es zu einer Gasexplosion gekommen sein sollte, müsste sie im Haus ausgelöst worden sein", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch (12.03.). Die Gasleitung in der Straße einschließlich aller Hausanschlüsse - auch des völlig zerstörten Mehrfamilienhauses Nummer drei - sei nämlich ohne Defekt, erklärte Manfred Tenfelde von der Geschäftsführung der Stadtwerke Itzehoe. Das habe eine Druckprobe am Mittwoch ergeben. Die verheerende Explosion hatte am Montag (10.03.) waren vier Menschen getötet und 15 verletzt. Sechs Häuser in der Umgebung sind unbewohnbar. Die Backsteinbauten sind etwa 100 Jahre alt.

Gaszähler wurden 2011 gewechselt

Experten des Landeskriminalamtes suchten auf dem Trümmerfeld weiter nach Spuren. Die Anschlüsse im Keller des Hauses seien inzwischen freigelegt, sagte der Polizeisprecher. Tenfelde betonte, die Stadtwerke hätten keine Kenntnis vom Zustand der Gasgeräte oder des Kessels in dem Haus. "Wir wissen von keinen Schäden oder Problemen." Dies sei Angelegenheit des Hauseigentümers. "Der Gaszähler wurde 2011 gewechselt, aber das ist Routine", sagte Tenfelde.

Ein Bauarbeiter und drei Hausbewohner getötet

Vor dem Haus hatte es vor der Explosion Kanalisationsarbeiten gegeben. Deshalb stand die Frage im Raum, ob dabei möglicherweise die zum Haus führende Gasleitung beschädigt worden sein könnte. Die Druckprobe hat dies nun ausgeschlossen. Bei dem tragischen Unglück wurden ein Bauarbeiter und drei Hausbewohner getötet. Anwohner hatten vor der Tragödie Gasgeruch wahrgenommen. In den Straßen rund um die Unglücksstelle war das Gas nach der Explosion sicherheitshalber abgestellt worden. Seit Mittwoch strömt es wieder durch die Leitung. Im Keller hofften die Experten auf Spuren, die technische Rückschlüsse erlaubten, sagte der Polizeisprecher.

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Rund 50 Anwohner noch in Hotels

Von ursprünglich etwa 100 betroffenen Anwohnern müsse noch etwa die Hälfte bis auf weiteres in Hotels oder bei Verwandten und Freunden schlafen, sagte Bürgermeister Andreas Koeppen (SPD). "Sechs Häuser sind bis auf weiteres unbewohnbar", sagte der Prüfingenieur für Baustatik, Rafikh Ben-Hassen. Einige von der Explosionsstelle weiter entfernte Häuser sind inzwischen nicht mehr gesperrt. Auch wenn die akute Standsicherheit gegeben sei, könnten Menschen in den beschädigten Häusern nicht wohnen. "Scheiben sind zersplittert, Dachziegel können runterkommen, ein Kühlschrank ist durch die Druckwelle aus der Küche rausgeflogen - da können Sie keinen Menschen reinlassen", sagte Rafikh Ben-Hassen. 

(dpa/mgä)

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