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Radio Hamburg

Haus-Explosion in Itzehoe

Veraltete Gasleitung doch Ursache?

Itzehoe, 15.03.2014
Explosion Itzehoe Haus

Bei der Explosion eines Hauses in Itzehoe kamen vier Menschen ums Leben.

Nach der Explosion in Itzehoe gibt es Spekulationen darüber, dass ein veralteter Gasanschluss die Ursache sein könnte.

Auch Tage nach der Explosion in Itzehoe liegen noch keine konkreten Ergebnisse über die Ursache des Unglücks vor. Die Ermittlungen der Kripo und die Untersuchungen durch die Sachverständigen des Landeskriminalamtes dauerten an, sagte Polizeisprecher Hermann Schwichtenberg am Freitag (14.03.).

Ermittlungen wegen Defekt an Gasleitung

Zu Spekulationen, dass ein veralteter und damit fehleranfälliger Gasanschluss im Haus Schützenstraße Nummer 3 Unglücksursache war, sagte er, die Ursache könne erst eindeutig benannt werden, wenn das Sachverständigengutachten feststehe. "Aufgrund der Gesamtumstände ist die Hauptausrichtung der Ermittlungen ein möglicher Defekt an der Gasversorgung im Haus, aber derzeit Angaben zur Entstehung zu machen, wären rein spekulativ."

Anwohner rochen Gas vor Explosion

Anwohner hatten vor der Tragödie Gasgeruch wahrgenommen. Ein externer Experte hatte laut "Kieler Nachrichten" spekuliert, Vibrationen eines Baggers auf der Straße oder eine Berührung der Straßenleitung mit der Baggerschaufel hätten dazu führen können, dass im Haus ein veralteter und damit fehleranfälliger Anschluss am Hauptabsperrventil abgerissen sei. In diesem Fall hätte das Gas in den Keller strömen und sich dort sammeln können. Die Betätigung eines Lichtschalters hätte das Gas zünden können.

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Ein Mehrfamilienhaus in Itzehoe liegt nach einer Explosion in Schutt und Asche. Vier Menschen sterben in den Trüm ...

Nach der Explosion, die vier Menschen das Leben kostete, stellt sich die Frage nach der Sicherheit von Gasanschlüssen. Unsere Nachrichtenredaktion hat mit dem Sprecher des Hamburger Gasnetzes "Hamburg Netz", Volker Mielisch, gesprochen.

Ist das Alter entscheidend für die Sicherheit der Gasleitung? "Es kommt nicht auf das Alter, sondern auf den Zustand der Leitung an. Unsere Versorgungsleitungen werden, je nach Druckstufe, alle ein bis zwei Jahre mit einem Spezialgerät begangen, das wir über den Erdboden laufen lassen können, um festzustellen, ob Erdgas austritt".

Ab Hausgrenze ist der Eigentürmer verantwortlich - ist der verpflichtet, seine Gasleitungen regelmäßig zu prüfen? "Er ist angehalten, seinen Anlagen in Ordnung zu halten. Einmal im Jahr in den Keller gehen, die Leitungen optisch ablaufen. Haben sich irgendwelche Korrosionsstellen gebildet? Hat irgendjemand was an der Leitung aufgehängt?"

Gibt es vor umfangreichen Bauarbeiten in Wohngebieten gesetzliche Auflagen in Bezug auf Gasleitungen? "Die Tiefbaufirmen sind verpflichtet, sich vor Beginn der Arbeiten bei den möglichen Leitungsträgern zu informieren, wo der Leitungsverlauf ist. Das betrifft Stromleitungen, Telekommunikationsleitungen und Wasserleitungen. Dann haben sie dementsprechend vorsichtig zu arbeiten, ab einem bestimmten Minimumabstand zur Leitung nicht mehr mit dem Bagger arbeiten, sondern mit dem Spaten.“

Ist es möglich, dass ein Anschluss sich durch Bauarbeiten und entsprechenden Vibrationen im Erdreich lockern kann? "Es ist mir nicht bekannt, dass sowas passiert. Diese Hauseinführung ist natürlich fest in der Wand und hat normalerweise eine Ausziehsicherung, damit sie nicht herausgezogen werden kann. Wenn die Innenanlage auch dementsprechend in Ordnung ist, habe ich persönlich es noch nicht erlebt, dass es innen zu einem Schaden gekommen ist.“

 

(dpa/mgä)

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