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Radio Hamburg

Sensationsfund

Fischer findet 101 Jahre alte Flaschenpost

Kiel, 06.03.2014
RHH - Expired Image

Rekordverdächtiger Fund in der Kieler Förde.

Ein Kieler Fischer hat eine 101 Jahre alte Flaschenpost aus der Ostsee gezogen und geht damit ins Guinness-Buch der Rekorde ein.

Einen ganz besonderen Beifang hat der Ostseefischer Konrad Fischer am Dienstagmittag, 4. März, an Bord seines Kutters "Maria I" aus der Kieler Förde an Land gezogen. Ins Netz ging dem 65-Jährigen eine fast 101 Jahre alte Flaschenpost und damit die älteste Flaschenpost, die jemals gefunden wurde.

Bierflasche aus dem Jahr 1913

Eine braune, mit Seepocken besetzte Bierflasche aus dem Deutschen Kaiserreich fand der aus Heikendorf stammende Seebär. In der Flasche selbst lag aber die eigentliche Sensation, nämlich eine Postkarte, datiert auf den 17. Mai 1913. Damit ist die Bierflasche samt Inhalt etwas älter als die bisher im Guinness-Buch der Rekorde als älteste verzeichnete Flaschenpost aus dem Jahr 1914. Diese wurde am 12. April 2012 von einem britischen Fischer vor den Shetland-Inseln gefunden und muss um den 10. Juni 1914 ins Meer geworfen worden sein.

Fast weggeworfen

Eigentlich wollte Konrad Fischer seinen Beifang schon wieder über Bord werfen, als er die zusammengerollte Postkarte in der Flasche entdeckte. "Der Porzellanverschluss ist beim Öffnen sofort zerbröselt, mit einem Draht habe ich die aufgerollte Postkarte rausgeholt", so der Seemann. Die dänische Postkarte wurde von einem Richard Platz aus Berlin-Baumschulenweg abgeschickt. Dieser bittet den Finder, die Karte an seine Adresse zurückzuschicken. Beigelegt sind zwei Briefmarken aus dem Kaiserreich. Mittlerweile haben Untersuchungen ergeben, dass die Flasche aus einer Kieler Brauerei stammen muss, was einige Fragen aufwirft. "Warum ein Berliner seine Post aus Dänemark ausgerechnet in einer Kieler Flasche versenkt, bleibt schleierhaft", so die "Kieler Nachrichten".

Kuriose Beifänge

Neben der alten Flaschenpost hat der Fischer Konrad Fischer bisher schon allerhand skurrile Beifänge in seinen Netzen gefunden. Darunter waren nicht nur Bomben, Minen und Torpedos, sondern auch schon eine Leiche. Was nun mit seinem vielleicht wertvollsten Fang passieren soll, weiß der Seemann noch nicht: "Weiß noch nicht, vielleicht meistbietend versteigern", sagte er.

(dpa/ san)

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