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Radio Hamburg

Bandidos gegen Hells Angels

Rocker wegen blutigem Überfall angeklagt

Kiel, 01.09.2014
RHH - Expired Image

Seit Montag (01.09) sitzen drei Mitglieder der Bandidos auf der Anklagebank.

In Kiel beginnt der Prozess gegen drei Bandidos. Im Jahr 2009 schlugen sie ein vermeintlich verfeindetes Hells-Angels-Mitglied brutal zusammen.

Unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen hat am Montag (01.09) in Kiel der Prozess gegen drei mutmaßliche Rocker der inzwischen verbotenen Bandidos aus Neumünster begonnen. Den drei Männern wird laut Anklage vorgeworfen, am 8. Dezember 2009 einen Dart-Spieler in einem Lokal der rechten Szene überfallen und brutal zusammengeschlagen zu haben. Das damals 45-Jährige Opfer leidet noch heute unter Sehstörungen und Alpträumen und tritt als Nebenkläger vor das Kieler Landgericht.

Bekanntes Gesicht auf Anklagebank

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass die Angeklagten das Opfer der verfeindeten und inzwischen ebenfalls verbotenen Hells Angels zu rechneten. Einer der Angeklagten, die bei der blutigen Tat dabei gewesen sein sollen, ist der frühere NPD-Landesvorsitzende Peter Borchert (41). Er soll, während die anderen den damals 45-Jährigen Dart-Spieler mit Fäusten, Fußtritten und Gürtel brutal zurichteten, die Tür gesichert haben. Borchert, der vor allem für seine ausgeprägten antisemitischen Tendenzen bekannt ist, sitzt derweil noch eine mehrjährige Haftstrafe wegen einer Messerstecherei ab. 

Prozess vertagt

Der Überfall ist eine von vielen blutigen Taten, die sich im 2009 entfachten Rockerkrieg der beiden Banden, zugetragen hat. Der Prozess wurde nach Anklageverlesung auf Dienstag (02.09) um 14.00 Uhr vertagt. Grund dafür ist, dass die Verteidigung nach eigenen Angaben erst am Freitag rund 300 Seiten Akten erhielt. Außerdem zweifelt sie eine angeblich fehlerhafte Besetzung des Gerichtes an - eine Schöffin sei zu Unrecht nachnominiert worden.
(dpa/ jmü)

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