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Radio Hamburg

Schießerei in Rendsburg

Steuerberater erschießt Finanzbeamten

Rendsburg, 02.09.2014
Polizei, Polizeiabsperrung

Ein Mitarbeiter eines Finanzamts wurde von einem Steuerberater während eines Gesprächs erschossen. 

Am Montag (01.09.) wurde ein Mitarbeiter eines Finanzamts von einem Besucher angeschossen und starb daraufhin im Krankenhaus.

Ein Mitarbeiter des Finanzamts Rendsburg ist am Montag (01.09.) erschossen worden. Gründe für den tödlichen Angriff sind noch unklar.

Im Gespräch erschossen

Gegen 10 Uhr am Vormittag hatte ein Steuerberater aus dem schleswig-holsteinischen Fockbek in der Nachbarstadt Rendsburg das Amt betreten. Laut der Polizei hat dieser während eines Gesprächs im Dienstzimmer des Finanzbeamten zur Waffe gegriffen und Schüsse auf das Opfer abgefeuert. Im Krankenhaus erlag der Mann seinen Verletzungen. Der Täter, wurde noch im Finanzamt festgenommen. 

In dem Haus des Tatverdächtigen wurde ein Brief an seine von ihm getrennte Ehefrau gefunden, der wütende Äußerungen über das Finanzamt enthält. Der 55-jährige Steuerberater machte das Amt für seine finanzielle Misere verantwortlich. Es ist noch nicht bekannt, ob der Mann das schreckliche Geschehen in dem Brief angekündigt hat. Zum genauen Ablauf des Geschehens ist noch nichts weiter bekannt, sagte Sprecher Rainer Wetzel der Polizei Neumünster. Die Beamten haben im Finanzamt die Spurensuche aufgenommen. 

Haftbefehl gegen Täter

Die Staatsanwaltschaft will am Dienstag (02.08.) gegen den mutmaßlichen Todesschützen Haftbefehl beantragen. Wie der Kieler Staatsanwalt Axel Bieler bekannt gab, gehe man von einem Mord aus. Der Leichnam des 58-jährigen Beamten wurde obduziert, jedoch liegt das Ergebnis noch nicht vor. "Es geht darum, zu klären, wie viele Kugeln und aus welchen Richtungen das Opfer getroffen wurde", sagte Bieler. Der Täter soll am Nachmittag einem Richter vorgeführt werden. 

Deutsche Behörden nicht sicher genug?

Währenddessen wird zurzeit über die Sicherheit in deutschen Behörden diskutiert. Laut Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold wollen die Behörden den Menschen offen begegnen, andererseits müssen Risiken vermindert werden.In Deutschland gab es bereits andere tödliche Übergriffe auf Behördenmitarbeiter. Die Polizeigewerkschaft klagte bereits in der Vergangenheit darüber,  dass die Gewaltbereitschaft auch gegen Polizisten zugenommen habe. 

Im Rendsburger Finanzamt ruht auch am Dienstag (02.09.) der Publikumsverkehr. Die Mitarbeiter können zu Hause bleiben oder in Gesprächen mit Interventionsteams über die Gewalttat sprechen. 

(dpa/lwe)

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