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Radio Hamburg

Ärtzekammer prüft Vorfall

Frau verweigert Handschlag, Arzt verweist sie

Hamburg, 06.03.2015
Handschlag, Vertrag, Hand

Eine Muslimin will laut Medienberichten einen Kinderarzt wegen Beleidigung anzeigen. Aus religiösen Gründen hatte sie sich geweigert, dem Mann die Hand zu geben. Er wies sie ab.

Wegen eines verweigerten Handschlags, kam es in einer Kinderarztpraxis zum Eklat. Warum erfahrt Ihr hier.

Wer muss wann auf wessen religiöse Gefühle Rücksicht nehmen? Und müssen wir das überhaupt? Diese Frage beschäftigt jetzt die Ärztekammer im Kreis Segeberg, nachdem ein Kinderarzt die Mutter eines Siebenjährigen aus der Praxis verwiesen hat.

Eklat beim Kinderarzt

Die 37-Jährige Muslimin kommt laut Abendblattbericht am Montag zusammen mit ihrem Sohn zusammen in die Arztpraxis. Er hat Bauchschmerzen und muss sich übergeben. Nach der Wartezeit begrüßt der Kinderarzt die beiden und reicht ihnen die Hand. Die Mutter verweigert den Handschlag, sagt sie sei Muslimin und dürfe aus religiösen Gründen fremden Männern nicht die Hand reichen.

Der Kinderarzt fordert die Mutter daraufhin auf, sich einen anderen Arzt zu suchen. Mit dem Hinweis in Deutschland gehöre der Handschlag dazu. Den Sohn wolle er nur in Abwesenheit der Mutter behandeln. Sie lehnt ab und geht zu einem anderen Kinderarzt. Dem Bericht zufolge hat der Arzt die Familie später angerufen und um Entschuldigung gebeten. Demnach hat er unter Stress gestanden und die Frau als unhöflich empfunden.

Fall wird überprüft

Trotzdem prüft die Ärztekammer in Bad Segeberg jetzt den Fall. Ob er Konsequenzen für den Kinderarzt hat, steht noch nicht fest. 

(dw/rh/kru)

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