Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Wentorf: Den Einbrechern auf der Spur

Auf "Streife" mit der Bürgerinitiative

Wentorf, 22.10.2015
Einbrecher, Räuber, Tür, Kriminell

Nach mehreren Einbrüchen in Wentorf im Kreis Lauenburg haben sich Bewohner zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen. 

Wir sind mit Andreas Ellermann, dem Initiator der Bürgerinitiative auf "Streife" gegangen. Jeden Abend schaut er und weitere bewohner in ihrer Nachbarschaft nach dem Rechten. Ellermann erklärt:

"Beim Rundlauf schauen wir, ob die Pforten zu sind, ist besonderes Licht da. Wenn eine Tür zum Beispiel auf ist und kein Mensch bewegt sich, dann klingeln wir schon mal und fragen, ob das richtig ist, dass z.B. die Garten-Pforte nach 23 Uhr noch offen ist. Mehr können wir gar nicht machen. Den Rest muss dann die Polizei machen."

Anwohner haben Angst

Auch Anwohnerin Britta Gerlach-Bogumil beteiligt sich an der Bürgerinitiative - bei ihr ist in den letzten drei Jahren zweimal eingebrochen worden und sie erklärt, warum sie bei der Bürgerinitiative mit dabei ist:

"Wir haben furchtbar Angst, man schläft schlecht und man wird es auch so schnell nicht los."

Idee hinter der Initiative

Britta Gerlach Bogumil hofft, dass durch die Initiative mehr Aufmerksamkeit entsteht und das dies dann auch die Einbrecher mitbekommen und Angst haben, geschnappt zu werden und die Einbrüche daher zurück gehen.

Wie lange die Anwohner in Wentorf jeden Abend "auf Streife" durch ihre Straßen ziehen, haben sie noch nicht entschieden.

So könnt Ihr Euch vor Einbrechern schützen

Anti-Einbruch-Tipps

So schützt Ihr Euer Zuhause

  • Türen: Auch wenn Ihr Haus oder Wohnung nur kurzzeitig verlasst: Zieht die Tür nicht nur ins Schloss, sondern schließt sie auch immer zweifach ab. Ansonsten kann auch ein Ungeübter schon mit einer normalen EC- oder Kredit-Karte Zutritt zu Eurem Zuhause bekommen.

  • Versteckt Euren Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen. Einbrecher kennen jedes Versteck.

  • Wenn Euch der Schlüssel abhanden gekommen ist, wechselt umgehend den Schließzylinder aus. Am besten dann ein Schlüssel- und Schlosssystem kaufen, das registrierte Schlüssel hat. So ist ein eventueller Diebstahl der Schlüssel nachzuverfolgen, wenn sie wieder auftauchen.

  • Lasst bitte bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel niemals innen stecken. Schnell kann die Tür eingeschlagen und der Schlüssel abgezogen werden.

  • Nachrüsten lohnt sich oder wenn Ihr gerade eine neue Haustür kaufen wollt, dann denkt unbedingt an einen Türspion und eine Türkette. Für einen guten Spion zahlt Ihr ca. 20 Euro, einen massive Kette kostet ca. 30 Euro. Somit wisst Ihr immer, was Euch vor Eurer Haustür erwartet.

  • Fenster: Vorsicht! Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen. Ein Einbrecher öffnet ein handelsübliches Fenster in ca. 10 Sekunden. Ein Zusatzschloss mit Verriegelungspunkten lohnt sich auf alle Fälle. Es ist beim Ankippen immer noch mit dem Rahmen verbunden und standhaft gegen Druck- und Aufhebelungsversuche. Kosten: ca.30-50 Euro.

  • Rollläden sollten zur Nachtzeit und keinesfalls tagsüber geschlossen werden, damit sie nicht sofort Eure Abwesenheit signalisieren. Empfehlenswert sind in jedem Falle geprüfte einbruchhemmende Rollläden der Widerstandsklasse 2. Ansonsten könnt Ihr auch Zusatzsicherungen wie bei einem Fenster nachträglich einbauen, um das Hochschieben zu vereiteln.

  • Wertsachen : Sollte es der Einbrecher dann doch in Euer Zuhause geschafft haben, sichert vorsorglich Eure wertvollen Sachen. Lasst sie nicht offen herumliegen, sondern bewahrt diese in einem Tresor auf. Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle ist ein guter Anlaufpunkt, um zu erfahren, was man braucht und was einfach Geldschneiderei wäre. In Hamburg findet Ihr diese in der Caffamacherreihe 4.
     

  • Wertsachen : Wichtige Dokumente, die Ihr nur selten in Gebrauch habt (Kaufverträge, Testament) sollten nicht zu Hause aufbewahrt werden. Die gehören z.B in ein Bankschließfach (ca. 80 Euro Jahresmiete, variiert von Bank zu Bank) oder können auch beim Notar oder Anwalt verwahrt werden.

  • Auto, Motorrad, Fahrrad : Für alle gilt, dass Ihr unbedingt immer den Schlüssel abziehen müsst, bei den beiden Erstgenannten auch immer das Lenkradschloss einrasten lassen. Nie Wertsachen im Auto liegen lassen. Euer Fahrrad kennzeichnet Ihr am besten am Rahmen und ladet Euch gleich hier den Fahrradpass runter. Da schreibt Ihr die Rahmennummer und die individuellen Merkmale Eures Fahrrads rein. Im Schadensfall ermöglicht der Fahrradpass so eine rasche und zielgerichtete Fahndung durch die Polizei.

Die dümmsten Einbrecher

  • Um noch einmal den Stand der Dinge zu checken, loggte sich ein Einbrecher im September 2009 auf dem Computer des Hausbesitzers in seinen eigenen Facebook-Account ein - die Fahndung war schnell erfolgreich.

  • Wuppertal. Hier wurde ein Täter gefasst, da er ganz besonders leise sein wollte: Er legte einen Zettel mit der Aufschrift "Das ist ein Überfall" auf den Tresen. Dumm nur, dass er diese Botschaft auf einen Briefumschlag geschrieben hatte, der an ihn adressiert war.

  • Matthew und Joey M. wollten eine Wohnung in Carroll in Iowa ausrauben, wurden dabei beobachtet und flohen. Polizisten konnten die Männer festnehmen, da sie perfekt auf folgende Beschreibung passten: Zwei weiße Männer mit schwarzen Gesichtern. Matthew und Joey hatten ihre Gesichter mit wasserfesten Markern angemalt.

  • Im Dezember 2011 brach eine fünfköpfige Gang in ein Haus in Florida ein und stahl dort drei Urnen, in der einen befand sich die Asche des Vaters, in den anderen beiden die Asche von zwei verstorbenen Hunden. Als die Gang später verhaftet wurde, stellte sich heraus, dass die fünf Mitglieder glaubten, dass es sich bei dem "Puder" um Kokain handelte, das Zeug aber komischerweise nicht gewirkt hatte.

  • Im Herbst 2010 versteckte sich ein Einbrecher in dem Obergeschoss eines Hauses in dem amerikanischen Oak Hill, da der Hausbesitzer plötzlich zurückkam. Als der Bewohner des Hauses einen Witz erzählte, flog der Einbrecher auf, da er so herzlich mitgelacht hat.

 

(aba)

comments powered by Disqus