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Radio Hamburg

Hubschrauber Absturz

Unfallursache für Experten ein Rätsel

Bimöhlen, 26.02.2016
Hubschrauber, Absturz

Die Wrackteile des Hubschrauberabsturzes.

Es ist dunkel, das Wetter ruhig, als ein Hubschrauber der Bundespolizei aus gut 120 Metern abstürzt. Zwei Beamte sterben. Die Unglücksursache stellt die Experten vor ein Rätsel.

Bei einer gemeinsamen Übung mit SEK-Beamten ist am Donnerstag im Kreis Segeberg ein Hubschrauber der Bundespolizei verunglückt. Zwei Menschen starben, einer wurde schwer verletzt. "Das war ein Übungsflug mit der schleswig-holsteinischen Landespolizeieinheit SEK", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag bei einem Besuch an der Absturzstelle nahe der Ortschaft Bimöhlen. Bei dem Absturz waren am Donnerstagabend der 33-jährige Copilot und ein 42 Jahre alter Insasse ums Leben gekommen.

Absturzursache noch unklar

Der 31-jährige Pilot überlebte schwer verletzt. Die Unglücksursache ist noch unklar. De Maizière äußerte seine Trauer um die beiden getöteten Polizisten. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen", sagte er. Die Kieler Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler (SPD) betonte, dass im Hubschrauber keine Landespolizisten saßen, sondern eine Einheit des Spezialeinsatzkommandos (SEK) am Boden an der Übung teilnahm.

Drei Crew-Mitglieder an Board

Nach Angaben der Bundesvereinigung fliegendes Personal der Polizei wird der Eurocopter 135 grundsätzlich von einer dreiköpfigen Crew geflogen. Pilot und Copilot kümmern sich um die fliegerischen Aufgaben, während ein Systemoperator als Besatzungsmitglied die Wärmebildkamera von der Kabine aus bedient. Der Hubschrauber sei ziemlich gerade abgestürzt, sagte de Maizière. Als Teil der Übung habe die Maschine zuvor in der Luft gestanden.

Lest auch: Zwei Menschen sterben: Hubschrauber im Kreis Segeberg abgestürzt

Im Kreis Segeberg ist am Donnerstagabend ein Hubschrauber der Bundespolizei abgestürzt. Zwei Menschen sind dabei ...

Absturz aus rund 120 Metern

Nach Angaben eines Unfallermittlers stürzte der Eurocopter aus etwa 120 bis 130 Meter Höhe ab. Das hätten Zeugen berichtet, sagte Axel Rokohl von der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Bimöhlen. "Die Maschine war ungefähr 50 Minuten in der Luft, als sie von einem Nachtflugtraining zurückfliegen sollte zum nahen Fuhlendorf." Die Unfallursache sei noch nicht geklärt. Zunächst müssten der Flugschreiber und der Stimmrekorder ausgewertet werden, sagte Rokohl.

Die Wetterverhältnisse seien nicht besonders schlecht, sondern für einen Hubschrauberflug eher gut gewesen. Rokohl und ein Kollege hatten zuvor das Wrack untersucht und die Absturzstelle fotografiert.

Zwischenbericht erst in zwei Monaten

Aus der Lage des Wracks könnten Rückschlüsse auf die Absturzursache möglich sein, sagte BFU-Sprecher Germout Freitag. So könne man etwa erkennen, ob sich der Rotor noch gedreht habe. Augenzeugen berichteten, dass der Motor vor dem Absturz gestottert habe. Ein erster Zwischenbericht zu den Ermittlungen soll nach Angaben von Rokohl in zwei bis drei Monaten vorliegen und auf der Internetseite der BFU veröffentlicht werden.

Wrackeile weggefahren

Am Freitagmittag wurden die Trümmer auf einen Tieflader verladen, um sie in eine Halle der Bundespolizei in Bad Bramstedt zu bringen. Der Hubschrauber war gegen 20.00 Uhr nur etwa 40 Meter von einem Wohnhaus entfernt auf einen Acker gestürzt. Die Trümmer lagen verstreut auf einer Fläche von 20 mal 30 Metern.

(dpa/kru)

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