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Radio Hamburg

Das Licht geht aus

Bald werden keine Glühlampen mehr verkauft

Hamburg, 27.08.2012
RHH - Expired Image

Ab dem 1. September werden keine normalen Glühbirnen mehr hergestellt. 

Ab dem 1. September dürfen die haushaltsüblichen Modelle der Glühlampe verkauft und nur noch Energiesparlampen vertrieben werden.

Ab kommenden Samstag sind die Herstellung und der Vertrieb von Glühlampen mit mehr als 10 Watt in allen EU-Ländern verboten. Bereits 2009 wurde begonnen die ersten Birnen mit höheren Wattzahlen auszumustern. Ziele der Aktion sind das Stromsparen und der Klimaschutz. Denn Glühbirnen wandeln nur fünf Prozent der Energie in Licht um, 95 Prozent geht in die Wärme. Die Restbestände dürfen die Händler den Kunden jedoch anbieten, neue Glühlampen aber nicht bestellen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur "dpa" haben einige Bau- und Elektronikmärkte noch Bestände für mehrere Monate vorrätig.

Für Ersatz ist gesorgt

Als Ersatz für die ausgedienten Glühbirnen sollen Energiesparlampen, wie die Kompaktleuchtstofflampe, der Halogenstrahler und die LED-Lampen dienen. Die Halogenlampen sind 25-50 Prozent sparsamer als eine normale Glühlampe. Die Haltbarkeit ist mit zumeist 3.000 Stunden geringer als bei anderen sparsamen Leuchtmitteln. Die modernen LED-Lampen sparen bis zu 89 Prozent Strom ein und haben eine sehr hohe Lebensdauer. Die herkömmliche Energiesparlampe ist die Kompaktleuchtstofflampe, mit bis zu 80 Prozent Energieeinsparung und einer hohen Lebensdauer. Diese müssen jedoch auf Grund des enthaltenen Quecksilbers speziell entsorgt werden. Ein weiteres Problem sind ist die Auf- oder Vorheizphase, in der die Lampe meist zu wenig Licht spendet und erst nach einiger Zeit hell genug ist.

Kontrollen durch die Deutsche Umwelthilfe

Die Deutsche Umwelthilfe will den Ausstieg ab dem 1. September überprüfen. "Nach dem Stichtag wird es Kontrollbesuche geben", sagte Geschäftsführer Jürgen Resch der "Wirtschaftswoche" und droht mit "juristischen Schritten" für jeden, der die Neuregelung unterlaufe. Die Organisation mit Sitz im baden-württembergischen Radolfzell will auch Hinweisen aus der Bevölkerung nachgehen. Außerdem befürchtet die Umwelthilfe, dass von der Regelung ausgenommene Spezialglühbirnen, die beispielsweise auf Baustellen eingesetzt würden, künftig auch für den normalen Verbraucher verstärkt beworben würden.

Negatives Preis-Leistungsverhältnis

Diese Speziallampen werden weiter im normalen Handel erhältlich sein und sind von der Neuregelung nicht betroffen. Sie müssen aber mit einem Hinweis versehen sein, dass sie nicht für den Einsatz im Haushalt gedacht sind. Die Präsentation und Vermarktung dieser Leuchten will der Verband auch beobachten. Verbraucherschützer raten angesichts des Preis-Leistungsverhältnisses auch vom Ersatzkauf solcher Modelle ab.

Tipps zu Energiesparlampen

Wer sich nicht länger vor dem Umstieg auf die Energiesparlampen drücken möchte, jedoch vor dem Regal im Geschäft überfordert ist, für den folgen hier ein paar nützliche Tipps zum Energiesparlampen-Kauf!

Die Erleuchtung

Was Sie über Energiesparlampen wissen müssen:

  • Finden Sie vorher heraus, welche Sockelgröße Sie benötigen, damit der neue Lichtspender auch in die Lampe passt. Es gibt zwei Fassungen, die am verbreitesten sind: Die sogenannte E14-Fassung ist an den Außenkannten gemessen 14 mm breit und zum Beispiel in Nachttischlampen vorzufinden, während die E27-Fassung mit 27 mm sich häufig in Deckenlampen verbirgt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, einfach die alte Birne mit in den Baumarkt nehmen.

  • Um die gewünschte Beleuchtungsstärke zu finden, kann man sich nach folgenden ungefähren Umrechnungswerten richten:

    Glühlampe Energiesparlampe
    30 W 6 W
    50 W 10 W
    60 W 13 W
    75 W 17 W
    100 W 20 W
    120 W 23 W
  • Die Angaben zu Stromverbrauch, Lebensdauer, Umrechnung zur alten Watt-Zahl und zur Lichtwärme waren bisher noch nicht auf allen Verpackungen angegeben, ab September sind sie Pflicht.

  • Was bedeutet das "lm" auf der Packung? Das ist der sogenannte Lumen-Wert. Diese Einheit gibt einen Anhaltspunkt zur Helligkeit des Lichts, während die Watt-Zahl eigentlich nur etwas über den Energieverbrauch aussagt. Zur Orientierung: Eine 60-Watt-Birne hat 710 Lumen.

  • Um die Stimmung des Lichts noch genauer zu definieren, gibt es die Lichtfarbe. "Warmweiß" entspricht dem gemütlichen Licht der Glühlampe, das eher kühle "Tageslichtweiß" eignet sich dagegen eher für Arbeitsräume.

  • Die Lebensdauer einer Energiesparlampe kann im Übrigen je nach Qualität zwischen 1500 und 15.000 Stunden variieren. Eine Glühbirne hält im Vergleich meist nur 1000 Stunden.

  • Wie lange das Licht brennt, hängt auch vom Preis ab. Billige Energiesparlampen haben durch minderwertigere Qualität meist eine kürzere Lebensdauer und auch der Spar-Effekt ist hier wesentlich geringer. Überlegen Sie sich also, wie viel Geld Sie in die Qualität Ihrer Energiesparlampe investieren möchten.

  • Sollte der neue Lichtspender den Geist aufgegeben haben, bitte schmeißen Sie ihn nicht in den Haushaltsmüll. Da die Lampen Quecksilber enthalten, müssen Sie zu speziellen Sammelstellen gebracht werden. Bisher gibt es insgesamt nur 2200 Stellen, davon 725 in Geschäften. Wo Sie diese finden, können Sie hier nachlesen.

(pov/dpa)