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Radio Hamburg

Datenschutz noch gesichert?

Telefónica will Bewegungsdaten seiner Kunden nutzen

Hamburg, 30.10.2012
Telefónica Logo

Der hoch verschuldete Konzern Telefónica will die Daten seiner Kunden zu Geld machen.

Kleingedrucktes bei Verträgen sollte beachtet werden: Die Telefónica, die "Mutter" von o2, möchte die Handy-Bewegungsdaten seiner Kunden für die Marktforschung nutzen.

Wer bei o2 einen Neu-Vertrag abschließt, sollte sich die kleingedruckten Informationen im Bestellformular genau durchlesen: Der Telekommunikationsanbieter Telefónica hat dem Kleingedruckten anscheinend einen neuen Absatz hinzugefügt. Mit seiner Unterschrift erlaubt der Kunde dem Anbieter Bestandsdaten wie Alter und Geschlecht sowie Verkehrsdaten, die unter anderem die Standortdaten enthalten, für die Marktforschung und Vermarktung zu nutzen, berichtet die ARD am Dienstag. Dies kann auch den deutschen Tochter-Konzern o2 betreffen.

Neue Abteilung: Dynamic Insights

Die Telefónica Digital gründete Anfang Oktober in London eine neue Einheit: die Telefónica Dynamic Insights. In einer Pressemitteilung äußert sich der Konzern zu seinem Vorhaben. Dynamics Insights soll die so vertraulichen Daten der Kunden analysieren und zum Zwecke der Marktforschung nutzen. Das hoch verschuldete Unternehmen versucht mit Hilfe des Produktes "Smart Steps" zu verstehen, welche Faktoren einen gezielten Standort auszeichnen. Das Unternehmen weiß also beispielsweise, wie lange sich Kunden an bestimmten Standorten aufhalten und verbindet diese Informationen dann erstmals mit den Bestandsdaten der Kunden. So kann der in Höhe von 58 Milliarden verschuldete Telekommunikationsanbieter ganz genaue und aktuelle Marketing-Daten an Handelsketten verkaufen. Unterstützt wird der Anbieter von der GfK, der Deutschen Gesellschaft für Konsumforschung. In dem Bericht der ARD heißt es, dass "Smart Steps" zuerst in Großbritannien eingesetzt wird und in Deutschland später folgen soll. Der genaue Zeitpunkt steht aber noch nicht fest, so ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag in München.

Ist der Datenschutz noch gesichert?

Das Unternehmen versichert, die Kundendaten stets anonymisiert zu behandeln und sich an die gesetzlich vorgegebenen sowie länderspezifischen datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu halten. Eingeworfen wird aber, dass die Nutzung der Standortdaten grenzwertig sei, weil sie eben den genauen Aufenthalt von Kunden verraten.

So widersprechen Sie der Datennutzung

Bei Abschluss eines Neu-Vertrages besteht nicht die Möglichkeit, das Häkchen für die Zustimmung zur Nutzung der Verkehrsdaten zu entfernen. So kann ein Neukunde dem bei Vertragsabschluss nur zustimmen und im Nachhinein durch eine separate E-Mail oder einen Brief an den o2 Kundenservice widerrufen.

(dpa/rbö)