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Radio Hamburg

Warnweste, Roaming, Rente

Das ändert sich zum 1. Juli

Hamburg, 01.07.2014
Whats App, Facebook, Apps, Handy, Samsung

Zum 1. Juli treten in Deutschland und Europa zahlreiche neue Gesetze in Kraft. Verbraucher, Autofahrer und Handynutzer müssen viele Neuerungen beachten.

Ab Dienstag (01.07) greifen in Deutschland zahlreiche neue Gesetzesregelungen. So wird das Telefonieren und Surfen im Ausland billiger, Autofahrer müssen in Zukunft eine Warnweste im Auto mitführen und auch bei der Rente gibt es einige Veränderungen.

Neue Roaming-Regelungen

Pünktlich zur Urlaubszeit wird das Telefonieren und Surfen mit dem Handy im Ausland erneut billiger. Auf Druck der EU müssen Europas Mobilfunkanbieter ihre Auslands-Tarife deutlich senken. Eigene Telefonate dürfen demnach nicht mehr als 19 Cent pro Minute plus Mehrwertsteuer kosten. Bislang konnten die Handykonzerne noch bis zu 24 Cent für solche Gespräche verlangen. Auch SMS-Nachrichten werden billiger. Statt bisher 9,5 Cent brutto kosten die Kurznachrichten ab sofort höchstens 7,1 Cent. Am stärksten sinken die Preise für das Herunterladen von Daten und das Surfen im Internet. Die Anbieter dürfen nur noch maximal 23,8 statt 53,5 Cent plus Mehrwertsteuer pro Megabyte berechnen.

Keine Roaming mehr ab Dezember 2015

In den kommenden Jahren sollen die Roaming-Gebühren weiter sinken und die Aufschläge auf lange Sicht sogar vollständig abgeschafft werden. "Ich bin zuversichtlich, dass diese Gebühren vor Weihnachten 2015 für immer wegfallen werden", so EU-Kommissarin Neelie Kroes. So ist geplant, dass ab dem 15. Dezember 2015 das Roaming komplett abgeschafft wird. Einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission hat das Europaparlament bereits gebilligt. Nun müssen sich die Staaten aber noch untereinander einigen, was Kroes bis zum Jahresende erwartet. Am Ende müssen beide Seiten zustimmen. Seit 2007 sind die Gebühren für Telefonieren, Simsen und Surfen im EU-Ausland auf Druck der EU bereits um 80 Prozent gesunken.

Neuregelungen ab 1. Juli

Das ändert sich

  • Die neuen netto Roaming-Preise im Überblick

    Eigene Anrufe pro Minute: 0,19 Euro

    Angenomme Anrufe pro Minute: 0,05 Euro

    Datendienste pro MB: 0,20 Euro

    Ausgehende SMS: 0,06 Euro

    Eingehende SMS: kostenlos

  • Warnwestenpflicht

    Alle Autofahrer müssen künftig mindestens eine Warnweste im Auto dabei haben, damit sie bei Unfällen oder Pannen am Straßenrand besser erkennbar sind. Gesetzlich vorgeschrieben ist allerdings nur das Mitführen einer Weste im Fahrzeug. Eine Pflicht zum Tragen der Weste gibt es dagegen nicht. Welche Farbe die Warnweste hat, ist dem Gesetzesgeber herzlich egal. Hier ist von Rot, Gelb oder Orange alles erlaubt. Fehlt die Weste im Auto, droht ein Bußgeld von 15 Euro. Auch der TÜV darf in Zukunft nur noch Plaketten ausstellen, wenn die Weste im Auto vorhanden ist. Motorräder und Wohnmobile bleiben von der Regelung ausgenommen.

  • Mehr Rente

    Für 20,5 Millionen Rentner gibt es ab 1. Juli mehr Geld. Im Osten steigt die Rente um 2,53 Prozent, im Westen um 1,67 Prozent. Bei einer durchschnittlichen Rente von 800 Euro sind das im Westen 13,36 Euro im Osten 20,24 Euro mehr.

    Auch Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren sind, bekommen in Zukunft mehr Geld, da die Zeiten von Kindererziehung in der Rente besser angerechnet werden. Konkret bekommen Mütter pro Kind im Westen knapp 28 Euro mehr im Westen, gut 26 Euro mehr im Osten. 

    Die Erwerbsminderungsrente steigt ebenfalls. Wer aus gesundheitlichen Gründen weniger oder gar nicht mehr arbeiten kann, soll bis zu 40 Euro mehr Rente erhalten. 

  • Arzneimittel werden teurer

    Etwa fünf bis zehn Euro mehr für jedes verordnete Arzneimittel müssen Millionen gesetzlich Versicherter ab Juli einkalkulieren. Die Krankenkassen senken zum 1. Juli ihre Erstattungshöchstbeträge für tausende Medikamente. Die Arzneimittelhersteller ziehen allerdings nicht nach, sodass auf die Verbraucher Mehrkosten zukommen werden, so die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).

  • Neue Regelungen bei Verbraucherinsolvenzen

    Verschuldete Verbraucher und Existenzgründer können zukünftig bereits nach drei statt sechs Jahren der Privatinsolvenz entkommen. Werden in der entsprechenden Zeit mindestens 35 Prozent der Gläubigerforderungen, die Gerichtskosten und der Insolvenzverwalter bezahlt, werden die restlichen Schulden erlassen.

  • Abschlagsfreie Rente

    Wer künftig mindestens 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, soll schon mit 63 Jahren ohne Abschlag in Rente gehen können. Arbeitslosigkeit, Zeiten der Kindererziehung, Pflege von Familienangehörigen und Zeiten mit Bezug von Insolvenzgeld werden mit angerechnet. Profitieren werden von dieser Neuregelung in den nächsten Jahren die Jahrgänge 1952 und 1963.

  • A+ für Kühl- und Gefriergeräte

    Kühl- und Gefriergeräte, die ab Juli in den Handel kommen, müssen nun mindestens die Energieeffizienzklasse A+ aufweisen. Andere Kühlgeräte mit schlechteren Energieklassen werden vom Markt genommen. Ausgenommen von der Gesetzesänderung sind Weinkühlschränke und Kühlschränke für Wohnmobile und Hotelzimmer.

(dpa/san)

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