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Radio Hamburg

Beim Einkaufen gelten Regeln

Hättet Ihr es gewusst? Das ist im Supermarkt nicht erlaubt

Hamburg, 26.08.2015
Supermarkt, Einkaufen, Shopping, Lebensmittel, Regal, Regale

Einkaufen soll Spaß machen - erlaubt ist aber nicht, was gefällt.

Die Stiftung Warentest klärt auf: Viele Verhaltensweisen, die wir beim Einkaufen für selbstverständlich halten, sind gar nicht erlaubt. Welche das sind?

Der Kunde ist König - das gilt im Supermarkt nur bedingt. Natürlich soll sich der Verbraucher beim Einkauf wohl fühlen, aber gewisse Dinge darf er auch nicht tun.

Welche das sind?

Ein kaputtes Ei aus der Packung einfach gegen ein heile eintauschen? Das ist untersagt! Denn jeder Eierkarton hat eine Chargen­nummer. Sie enthält Hinweise zu Größe und Lagerung der Eier und lässt Rück­schlüsse auf Erzeuger und Pack­station zu. Bunt durch­mischte Packungs­inhalte stiften also Verwirrung.

Hier eine Erdbeere naschen, da die Gummibärchen-Tüte öffnen und dann noch einen Schluck Apfelsaft nehmen? Auch hier sollten sich die Kunden zügeln, denn noch gehört die Ware dem Laden­besitzer. Juristisch gesehen ist es sogar Diebstahl. Wer Obst oder Gemüse vorab kosten möchte, muss eigentlich das Verkaufs­personal fragen. Erlaubt ist es jedoch, den Reifegrad von Früchten wie Pflaumen oder Mango durch vorsichtiges Betasten zu über­prüfen.

Wenn man zu Hause beim Auspacken feststellt, dass man statt der geliebten Penne Fussili-Nudeln eingekauft hat, darf man diese nicht einfach so umtauschen, auch wenn man noch den Bon hat. Denn Kunden haben kein Recht auf einen Umtausch von Ware, die sie irrtümlich erworben haben. Wenn Lebens­mittel vor Ablauf des Mindest­halt­barkeits­datums verdorben sind, sieht die Lage aber anders aus. Dann müssen Händler sie zurück­nehmen.

Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit und der große Joghurt-Becher liegt kaputt auf dem Boden oder das Gurkenglas zerschellt in hundert Teile. Peinlich und zum Teil auch teuer. Hier gilt: Bei kleineren Missgeschicken zeigen sich die meisten Einzel­händler kulant. Geht es um höhere Summen, springt die private Haft­pflicht­versicherung ein.

Verpackungen und Mengen

Kartons dürfen geöffnet werden, wenn weder Inhalt noch Verpackung zu Schaden kommen. Warnhin­weise wie: "Öffnen verpflichtet zum Kauf" sind dabei irrelevant. Wer jedoch allzu rabiat an den Kartonagen reißt und den Inhalt beschädigt, muss das Produkt bezahlen. Geht nur die Packung kaputt, muss der Kunde auch nur für diesen Schaden aufkommen.

Wenn Ware im Angebot ist, neigen einige Kunden dazu, große Mengen einzukaufen. Doch Vorsicht: Kunden dürfen im Supermarkt nur "haus­halts­übliche Mengen" einkaufen. Denn gerade von besonders begehrter Ware sollen so viele Personen wie möglich etwas haben. Was aber "haus­halts­üblich" ist, dürfen die Händler selbst bestimmen.

Die lästige Dose mit Kleingeld an der Supermarkt­kasse loswerden sei eine gute Idee? Eher nicht. Abgesehen davon, dass man sich beim Kassen­personal und anderen Wartenden unbe­liebt macht - Kassierer müssen nicht mehr als 50 Münzen pro Einkauf akzeptieren. Des Weiteren sind sie nicht verpflichtet, jeden Geld­schein anzu­nehmen. Wer nur eine Kleinigkeit kauft, kann nicht erwarten, dass der Händler ihm eine 100-Euro-Note wechselt.

Das lästige Pfand

Das Pfand - ein kompliziertes Unterfangen in deutschen Supermärkten. Läden mit mehr als 200 Quadrat­metern Verkaufs­fläche müssen auch Einwegflaschen annehmen, die sie selbst nicht verkaufen. Der Strichcode und das Pfandzeichen sollten jedoch lesbar sein, damit der Leer­gut-Auto­mat die Flasche annimmt. Sind die Einwegflaschen zerbeult oder zersprungen, muss der Händler trotzdem das Pfand auszahlen. Mehr­wegflaschen sind dagegen Eigentum der Getränkefirma und werden erneut befüllt. Bei der Rück­gabe müssen diese intakt sein. Händler sind hier nur verpflichtet, Mehr­wegflaschen zurück­zunehmen, die auch in ihrem Sortiment sind.

Der Einkauf ist größer ausgefallen, als man gedacht hätte und nun hat man keine Lust, die Tüten nach Hause zu schleppen. Dafür den Einkaufswagen des Supermarktes zu nutzen ist aber nicht erlaubt. Wagen und Körbe sind Eigentum des Händlers und dürfen nicht außerhalb des Geländes verwendet werden. Hier verstehen diese auch keinen Spaß. Kein Wunder, denn die Wagen kosten 100 bis 150 Euro.

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