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Radio Hamburg

Unbefristeter Post-Streik

Wenn Briefe und Pakete sich verspäten

Deutsche Post, Brief, Pressebild

Die Deutsche Post streikt und lässt die Verbraucher mit ihren Fragen im Dunkeln stehen. 

Was passiert mit verspäteten Briefen und Paketen. Haftet die Deutsche Post bei nicht eingehaltenen Fristen? Wir haben die Antworten auf Eure Fragen!

Seit dem 08. Juni finden bei der Deutschen Post unbefristete Streiks der Paketboten und Briefträger statt. Bereits seit April laufen die Verhandlungsrunden zwischen der Deutschen Post und der Gewerkschaft Verdi. Der bundesweite Streik wurde bereits in Norddeutschland ausgeweitet. Neben den Brief- und Paketzustellern in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wird das Kieler Postcallcenter ebenfalls bestreikt. Laut Verdi nahmen an einer Demonstration in Kiel rund 800 Mitarbeiter der Post teil, die Polizei sprach von 500 Demonstranten. Durch den unbefristeten Streik will Verdi erreichen, dass tariflich eine Einigung erzielt wird. Doch gerade die Bevölkerung bekommt die ganze Bandbreite des Streiks zu spüren. Mit einer Verspätung von 1-2 Tagen geraten eilige Briefe und Pakete nicht rechtzeitig an ihr Ziel und sorgen für Verärgerung und Verwirrung. Denn viele fragen sich: Was passiert mit verspäteten Verträgen, Kündigungen und Behördenbriefen? Bei Verspätung haftet der Verbraucher immer selbst, auch wenn es sich um einen Streik handelt. Darauf weist auch die Verbraucherzentrale hin. Wir haben weitere Fragen und Antworten zum Streik für Euch zusammengefasst. 

Bleibt mein Briefkasten leer? 

Das kann durchaus vorkommen. Durch den Stau in den Verteilzentren der Deutschen Post kann es zu bemerkbaren Verspätungen (1-2 Tage) kommen. Wann Briefe und Pakete ausgetragen werden ist nicht absehbar. Versendungen von anderen Anbietern sind jedoch nicht von der Verspätung betroffen. Aushilfskräfte sorgen bei der Deutschen Post zusätzlich dafür, dass sich die Verspätung nicht zu lange hinzieht. 

Muss ich auf Alternativen zurückgreifen?

Vorteilhaft wäre dies. Besonders bei Verträgen und Behördenbriefen ist Pünktlichkeit geboten. Die Verspätung durch den Streik zählt hierbei nicht als Entschuldigung. Das gilt ebenso bei eiligen Paketzusendungen. Wer hier auf Pünktlichkeit beharrt, sollte auf andere Unternehmen wie Hermes, DHL oder UPS zugreifen. Bei Briefen gelten FedEx und Der Courier als gute Alternative während der Zeit des Streiks. 

Haftet die Post bei Verspätungen von Verträgen und Kündigungen? 

Nein. Wer seine Kündigung per Post verschickt, darf nicht auf die Entschuldigung des Streiks zurückgreifen. Insbesondere bei Kündigungen ist eine Frist gesetzt, die durch das Ausweichen auf alternative Anbieter wie GO! und DHL eingehalten werden kann. 

Darf ich meine Post auch eigenständig abholen?

Generell nein, es sei denn man besitzt ein Postfach. Doch auch diese sind vom Streik beeinträchtigt und bleiben unter Umständen leer. Das "Herumfischen" in den Briefen ist selbstverständlich aus datenschutzrechtlichen Gründen untersagt. 

Was passiert mit dem Einhalten der Frist bei Rücksendungen einer Bestellung, die ich bereits abgeschickt habe?

Generell gilt auch hier die Regel, dass der Verbraucher selbst bei Verspätung haftet, da er zuvor über den Streik gewarnt und informiert wurde. In einigen Fällen kann man auf die Kulanz eines Unternehmens hoffen. In den meisten Fällen verspätet sich das Paket nicht mehr als zwei Tage. 

Unter posttip.de gibt es Informationen zu alternativen Anbietern zu Briefen und Paketen

Am Freitag (19.06.) ist eine Demonstration in Hamburg geplant. Verdi erwartet mehr als 1.000 Streikende, die von Hamburg-Altona nach Winterhude zur Hamburger CDU-Zentrale ziehen wollen.

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