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Die Gretchenfrage: Spontangeburt oder Kaiserschnitt

Baby wird der Mutter gezeigt

Kaiserschnitt (Symbolfoto colourbox.de) oder Spontangeburt? Nichts ist richtig und nichts ist falsch.

Alle werdenden Mütter müssen sich irgendwann mal der Frage stellen: Kaiserschnitt oder Spontangeburt. Nicht, dass Ihr das immer selbst bestimmen könntet, aber im Laufe meiner ersten Schwangerschaft bin ich überschwemmt worden mit "guten Tipps". Die Hebamme meinte, "lass Dich nicht zu einem Kaiserschnitt zwingen, das bringt dem Krankenhaus nur Geld." Eine Freundin wiederum sagte mir bei meinem ersten Kind: "Überleg Dir, ob Du nicht doch einen Kaiserschnitt willst, dass ist das Sicherste für Dein Kind - damit gehst Du allen Problemen aus dem Weg."

Schlauer bin ich dadurch nicht geworden. Am Ende habe ich mir gesagt, dass der natürliche Weg wohl der Beste sein wird und ich definitiv keine Hausgeburt will, sondern in ein Krankenhaus mit Kinder-Intensivstation. Das gab mir das Gefühl von Spontaneität, aber auch von Sicherheit, wenn ich schnell Hilfe brauchen sollte.

Und was soll ich Euch sagen: am Ende ist doch alles anders gekommen. Nach 24 Stunden Wehen, ist die Kleine dann doch nicht richtig ins Becken gerutscht udn es musste ein Kaiserschnitt gemacht werden. Aber irgendwie hatte ich von beidem etwas - den Geburtsprozess und dann doch das "schnelle Ende".

Und dieses Mal? irgendwie wünsch ich mir sehr, dass ich natürlich gebären kann. Ich bin immer ein bisschen neidisch auf Freundinnen, die von dem tollen Moment erzählen, wenn ihnen ihr Baby auf den Bauch gelegt wird. Das soll ein unglaublich inniger Moment sein. Bei Frida hatte ich das nicht, aber dafür mein Mann. Ich musste noch im OP versorgt werden, er konnte sie aber schon 1/2 Stunde halten - hat das "Bonding" (Verbindung zwischen Eltern und Baby aufbauen) übernommen und das war für ihn eine unglaubliche Erfahrung.

Und manchmal passiert es eben auch, da kann man nicht mehr mitentscheiden, was geschieht - da übernimmt das Baby die Regie und es zählt nur noch die Gesundheit des Kindes, auch wenn das einen Notkaiserschnitt bedeutet. Und letztlich bleiben Euch ja noch die nächsten Jahre für innige Momente mit Eurem Kind und das wird eh ein Traum (manchmal auch ein kleiner Albtraum ; ) , aber so ist das nun mal).

Und übrigens: Frauen sind keine Rabenmütter, wenn sie sich für einen geplanten Kaiserschnitt entscheiden. Das kann gesundheitliche, aber durchaus auch ästhetische Gründe haben und alles hat seine Berechtigung.

Informiert Euch bei Eurer Frauenärztin oder im Krankenhaus. Bei mir, im Elbeklinikum Stade, gibt es einen Hebammensprechstunde. Da kann man schon einige Wochen vor der Geburt hin, sich quasi schon einchecken und bekommt alle Fragen beantwortet, die einem so auf der Seele liegen. Das gibt's bestimmt auch in Deiner Klinik oder in das Geburtshaus, in das Du gehst.

 

Im nächsten Blogpost geht's um die leidige Frage: Wie viele Untersuchungen brauche ich vor der Geburt? Ist das notwendig, was macht einen nur verrückt etc. Und Eure Erfahrungen? Mailt mir an

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