Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Technik-Messe in Las Vegas

Das wird auf der CES vorgestellt

Las Vegas, 05.01.2016
Faraday Future, FFZER01, CES, Las Vegas, Technik-Messe

Der FFZER01 von Faraday Future.

Das "Internet der Dinge" hat sich zu einem beliebten Schlagwort der IT-Branche entwickelt. Auf der Technik-Messe CES in Las Vegas kann man sehen, was das bedeutet.

Die Technik-Messe CES in Las Vegas geht am Dienstag (5.01) mit ersten Presse-Terminen an den Start. Auf dem Programm stehen unter anderem Neuheiten von den Elektronik-Riesen Samsung und LG, aber auch von Autokonzernen wie Toyota oder Ford. 

Vernetzte Fahrzeuge

Vor allem selbstfahrende und vernetzte Fahrzeuge rücken immer mehr in den Mittelpunkt der Elektronik-Schau. Diesmal drängen aber auch Elektromobile ins Rampenlicht. So werden strombetriebene Fahrzeuge von VW und der Opel-Mutter General Motors erwartet. Auf der Consumer Electronics Show zeigen die Hersteller noch bis zum kommenden Samstag in der Wüstenmetropole ihre Neuheiten.

Zum Auftakt der Messe sind alle möglichen Geräte von Lampen und Ventilatoren mit Smartphone-Steuerung über ein vernetztes Thermometer bis hin zu einer Kühlschrank-Kamera zu sehen.

Digitalisierung aller Lebensbereiche

Die IT-Industrie stellt sich auf eine rasche Digitalisierung aller Lebensbereiche ein. Der rapide sinkende Preise für die nötigen Sensoren werde die Ausbreitung vernetzter Geräte im Smarthome beschleunigen, prognostizierte zum Auftakt der
Technik-Messe CES in Las Vegas der Chefökonom des Veranstalters CTA, Sean DuBravac. 

Beim Start der ersten iPhone-Generation 2007 habe ein Beschleunigungs-Sensor noch 7 Dollar gekostet, jetzt seien es weniger als 50 US-Cent, betonte er. Damit könnten immer mehr Geräte kostengünstig vernetzt werden. "Noch leben wir fast
komplett in einer analogem Welt", gab DuBravac zu bedenken. Die Menschen seien zwar von digitalen Geräten umgeben, aber sie hätten noch nicht den gesamten Alltag durchdrungen. 

Daten von verschiedenen Geräten kombinieren

Mit der Ausbreitung der Sensoren würden auch zunehmend Daten aus verschiedenen Geräten miteinander kombiniert, prognostizierte er. So könnte die Auswahl des Vorschläge bei einem Videostreamingdienst davon abhängen, ob der Nutzer allein zu Hause ist, wie seine Stimmung ist und von der Raumtemperatur. Dafür könnte die Technik automatisch auf Daten vernetzter Thermostate, Überwachungskameras oder Computer-Uhren zugreifen.

Das neue Geschäft mit dem Internet der Dinge werde auch zunehmend zu einem wirtschaftlichen Faktor für die Branche, sagte DuBravac. Aktuell kämen 51 Prozent der Erlöse aus den fünf Produktkategorien Smartphones, Tablets, Desktop-PCs, Notebooks und Fernsehgeräte. Ihr Anteil am Gesamtgeschäft werde jedoch sinken. 

Neuheiten auf der CES

Das wird auf der CES vorgestellt

  • Stromsparender WLAN-Standard

    Auch für die Weiterentwicklung des "Smart Home" gab es auf der CES neue Impulse: Ein neuer stromsparender WLAN-Standard soll die Heimvernetzung beschleunigen. Die Industriegruppe Wi-Fi Alliance stellte am Montag (4.01)auf der CES die Norm "Wi-Fi HaLow" vor, die die Reichweite des Signals im Vergleich zu heutigen Netzen verdoppeln soll.

    Damit geht die Branche ein Problem an, das Smarthome-Anwendungen bislang noch bremst: Heutige WLAN-Formate verbrauchen relativ viel Strom und die meist verwendete Ausweichlösung Bluetooth hat eine geringere Bandbreite. Das kann man zum Beispiel beim Tempo verschlüsselter Verbindungen zwischen Geräten im Haus zu spüren bekommen. 

    WiFi HaLow, das die Versionsbezeichnung IEEE 802.11ah bekam, arbeitet im Frequenzband 900 MHz und soll leichter durch Wände gehen sowie für eine stabilere Verbindung sorgen.

  • "Batmobil" von Faraday Future

    Der mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte Elektroauto-Neuling Faraday Future hat einen Supersportwagen als seinen ersten Prototypen vorgestellt. Der "FFZERO1" hat eine futuristische Form, ist extrem flach und bietet nur Platz für den Fahrer. Allgemein erwartet wurde ein konventionelleres Modell, zumal die geheimniskrämerische Firma in Medienberichten als Herausforderer für den Elektroauto-Vorreiter Tesla gehandelt worden war. Doch Faraday Future ließ sich eher vom Batmobil als von klassischen Autoformen inspirieren.

    Die Basis für den ausgefallenen Sportwagen sei aber eine Fahrwerks-Plattform, auf der Faraday Future "jede Art von Auto" bauen könne, betonte Top-Manager Nick Sampson bei der Präsentation auf der Technik-Messe CES in Las Vegas. Deswegen
    sehe sich die vor weniger als zwei Jahren gestartete Firma in der Lage, "die Zukunft der Mobilität neu zu gestalten".

    Faraday Future investierte viel Arbeit in das Design des Sportwagens. Ungewöhnliche "Aero Tunnel" leiten Luft direkt durch die Karosserie durch, um sparsamer und stabiler zu fahren. Die Smartphone-Halterung wurde direkt ins Lenkrad integriert. Bisher hieß es stets, die Firma wolle zum Jahr 2017 ein Fahrzeug auf die Straße bringen.  

  • "Drive PX" - Selbstfahrende Autos

    Der Chiphersteller Nvidia hat auf der Technik-Messe CES einen kompakten Supercomputer vorgestellt, mit dem Automobilhersteller selbstfahrende Fahrzeuge entwickeln können. "Der Nvidia Drive PX ist nicht größer als eine Lunchbox und hat die
    Rechenleistung von 150 Macbook-Pro-Laptops", sagte Jen-Hsun Huang, Chef und Mitgründer von Nvidia am Montag (Ortszeit) in Las Vegas. "Mit ihren zahlreichen Kameras und Bildschirmen werden zukünftige Autos ihre Umgebung wahrnehmen und immer besser verstehen."

    Autos könnten zukünftig mit Hilfe des Drive PX beispielsweise freie Parkplätze in einem sehr vollen Parkhaus finden und dort autonom einparken. Später fahre das Auto wieder allein zum Fahrer zurück, nachdem dieser es über sein Smartphone gerufen hat.

    Audis Elektronik-Entwicklungschef Ricky Hudi erklärte, Audi sehe in Drive PX ein "entscheidendes Werkzeug für die weiterführende Forschung und Entwicklung." Nvidia kündigte auch eine Zusammenarbeit mit Daimler und Volvo an. Neben dem System zur Entwicklung von Autopilot-Funktionen präsentierte Nvidia einen Rechner für hochentwickelte digitale Cockpit-Systeme. Diese fahrzeuginternen Automotive-Computer basieren nach den Worten von Huang auf der gleichen Architektur wie die aktuell leistungsfähigsten Supercomputer.

  • Roboter-Taxis

    General Motors legt sich auf eine Zukunft mit selbstfahrenden Autos fest. Zusammen mit dem Start-up Lyft entwickelt das Unternehmen ein System von Roboter-Taxis. GM setzt eine halbe Milliarde Dollar auf das Projekt. Lyft-Mitgründer John Zimmer gab auch einen Zeitrahmen vor: Die Flotte selbstfahrender Lyft-Autos dürfte innerhalb der nächsten zehn Jahre an den Start gehen, wahrscheinlich früher, sagte er der Website "Buzzfeed". GM stellt sich damit noch radikaler als andere Hersteller auf eine Zukunft ein, in der selbstfahrende Fahrzeuge nicht gekauft, sondern nur zeitweise genutzt werden. 

    General Motors hatte erst im Oktober angekündigt, dass Mitarbeiter eines Entwicklungszentrums in Michigan ein System selbstfahrender Taxis testen sollen. GM sichert mit der neuen Partnerschaft aber ein Stück weit auch ein klassisches Autogeschäft ab: Der Konzern wird ab sofort zum bevorzugten Lieferanten von Mietwagen für Lyft-Fahrer. Aus der Partnerschaft mit Lyft könnte auch eine große internationale Allianz entstehen. Lyft arbeitet mit den Taxi-Apps Didi Kuaidi in China, Ola in Indien und GrabTaxi in Südost-Asien zusammen. GM-Manager Dan Ammann zeigte sich in einem Interview mit dem Finanzdienst Bloomberg offen für Kooperationen mit diesen Anbietern.

  • "Lego Education WeDo 2.0"

    Lego will Kindern ab sieben Jahren mit einem neuen Baukasten-Set auf spielerische Art Grundlagen zum Programmieren beibringen. Auf der Technik-Messe CES in Las Vegas stellte der dänische Spielzeughersteller das Set "Lego Education WeDo 2.0" vor. In Projekten, bei denen es etwa um eine Rettungsaktion nach einem Unwetter geht oder um den Bau von erdbebensicheren Gebäuden, können sich Kinder aus der 2. bis 4. Klasse naturwissenschaftliche Grundlagen und die elementare Logik des Programmierens aneignen.

    In erster Linie sei "WeDo 2.0" für den Einsatz im Schulunterricht konzipiert und speziell in bestehende Lehrpläne eingebunden, sagte Michaela Halt, Sprecherin von Lego Education, der dpa. Dabei geht es zum Beispiel darum, kleine Robotik-Modelle mit den Lego-Steinen zu bauen und Programmierstein, Motor sowie verschiedene Sensoren zu integrieren. Mit einem Baukasten können je zwei Schüler alle Projekte im Lieferumfang abschließen.

    "Lego Education WeDo 2.0" wurde gemeinsam mit Wissenschaftlern des renommierten MIT in Cambridge, Massachusetts, sowie mit Fachleuten in aus verschiedenen Ländern entwickelt. Es soll in mehreren Sprachen ab Anfang Januar für iPad, Android, PC und Mac erhältlich sein, eine Version für Chromebooks soll in der zweiten Hälfte des Jahres folgen. Für Lehrkräfte steht ein Paket mit zusätzlichen Materialien zur Verfügung, die die Grundlage für einen lebendigen Unterricht bieten
    sollen. Eine spezielle Ausgabe für den Einzelhandel werde es nicht geben.

Die Messe mit rund 3600 Ausstellern öffnet am Mittwoch (6.01) für Fachbesucher und läuft bis Samstag (9.01). Die Veranstalter wollen die Besucherzahl auf 150.000 bis 170.000 drücken, weil die CES zu groß für Las Vegas wird. Im vergangenen Jahr kamen 176 000 Fachbesucher, ein Plus von elf Prozent. Dieses Jahr wurden dieSicherheits-Bestimmungen verschärft, Taschen auf dem Messegelände sollen kontrolliert werden.

(dpa/mgä)

comments powered by Disqus