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Radio Hamburg

Das müsst Ihr unbedingt wissen!

Brexit: Was sich für Touristen, Studenten und Arbeitnehmer ändert

Hamburg, 04.04.2017
EU-Parlament Außenansicht

Die EU wird den Austritt Großbritanniens in einer zweijährigen Verhandlung regeln.

Durch den Brexit erwarten uns einige Veränderungen. Vor allem beim Reisen, Studieren und Arbeiten. Wir haben sie im Überblick!

Der Brexit (Britain+ Exit) kommt mit vielen Folgen für Großbritannien selbst und die EU. Vor allem für Touristen, Studenten und Arbeitnehmer wird sich einiges ändern. In den nächsten zwei Jahren werden die genauen Verhandlungen über die Einzelheiten des Austritts stattfinden, erste Folgen sind aber schon absehbar. 

Immerhin werden die Umstellungen langsam kommen und Details stehen noch nicht fest. Der endgültige Austritt wird frühestens im Jahr 2019 stattfinden. Bis dahin werden wir einfach das Beste hoffen und unseren Shopping-Ausflug nach London lieber auf dieses Jahr legen!

Worauf Ihr euch einstellen müsst:

  • Reisen nach Großbritannien

    Reisen nach Großbritannien ist jetzt schon günstiger geworden, da der Pfund nach dem Referendum an Wert verloren hat. Das bedeutet: Für weniger Euro bekommt Ihr jetzt mehr Pfund. Die schwache Währung hat aber auch ihre Nachteile für die EU: britische Touristen werden in den ausländischen Urlaubsorten wohl weniger werden.

  • Strengere Einreise

    Die Einreise in England könnte sich schwieriger gestalten. Ob der Personalausweis ausreicht ist noch nicht geklärt. Eventuell müssen sich Einreisende auf strengere Kontrollen einstellen und zusätzlich den Reisepass mitführen.

    Reisepass Bundesrepublik Deustschland
  • Die Visumsfrage

    Innerhalb der EU konnte bislang jeder EU-Bürger problemlos in die Mitgliedsstaaten reisen, dies wird sich möglicherweise ändern. Es steht noch nicht fest, ob bei zukünftiger Einreise nach Großbritannien ein Visum notwendig sein wird. Möglich ist jedoch, dass Großbritannien ähnlich wie die Schweiz, ein Gesetz für Touristen beschließt, in dem ein visumfreier Aufenthalt für bis zu 90 Tagen möglich ist.

    Flugzeug am Abend.
  • Roaming-Gebühren

    Außerdem werden die Mobilfunkkosten in Großbritannien höher werden. Der günstigere Europa-Tarif wäre dort nicht eingeschlossen und dadurch könnten die Roaming-Gebühren teurer werden. Ob sich die Mobilfunkanbieter trotzdem anpassen werden, steht noch nicht fest.

    Gruppe von Menschen hält verschiedene Smartphones hoch
  • In Großbritannien studieren

    Momentan studieren ungefähr 5.000 Deutsche in England, durch das Erasmus-Programm sind keine Studiengebühren fällig. Es müssen lediglich sogenannte „home fees“ bezahlt werden, mit dem EU-Austritt müssten aber höhere Gebühren, nämlich die „oversea fees“ bezahlt werden. Studieren wird also deutlich teurer!

  • Zollgebühren

    Großbritannien ist einer der größten Exporteure für Arzneimittel und auch Autos. Diese Produkte könnten aber sehr viel teurer werden, da wieder Zollgebühren gezahlt werden müssen. Großbritannien strebt ein Freihandelsabkommen an, doch ob die EU da mitziehen wird, ist unklar.

  • In Großbritannien arbeiten

    Einer der größten Gründe für den Brexit war der freie Zuzug von Arbeitern nach Großbritannien. Dieser wird durch den Austritt gestoppt. Wer zukünftig in England arbeiten darf, wird London bestimmen. 

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