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Radio Hamburg

Neue Vorschriften

Drohne in Hamburg: Was ist erlaubt, was verboten?

Hamburg, 16.08.2017
Drohne über Hamburg

Für den Drohnenflug über Hamburg aber auch bundesweit gibt es nun eine neue Verordnung.

Drohnen werden immer beliebter, es geschehen aber auch immer mehr Unfälle. Deshalb gibt es jetzt bundesweit neue Vorschriften.

Wer in Hamburg eine Drohne fliegen lassen will, muss sich auf Neuregelungen einstellen. Wer ein Fluggerät mit mehr als zwei Kilogramm Gewicht besitzt, benötigt vom 1. Oktober an einen sogenannten Drohnenführerschein. Den Nachweis stellen
Institutionen aus, die vom Luftfahrtbundesamt lizenziert werden, wie Carsten Brandt von der Hamburger Luftaufsicht sagte. Das Bundesamt listet bislang bundesweit elf Stellen auf (Stand: 11. August), darunter eine in der Hansestadt und eine in Wedel bei Hamburg.

Hier gibt es die Liste der lizenzierten Stellen für den Drohnenführerschein

 

Aber: keine Registrierungspflicht

Bis Oktober dürften es hierfür nach Brandts Einschätzung noch mehr Anbieter werden. Außerdem muss jede Drohne, die mehr als 250 Gramm wiegt, mit dem Namensschild des Besitzers versehen sein. Es gibt aber keine Registrierungspflicht.  Ein Polizei-Vertreter erklärte, dass Verstöße gegen die Verordnung mit Bußgeldern geahndet oder strafrechtlich verfolgt werden können.

Im März war eine Drohne mit der Elbphilharmonie kollidiert, gegen den Piloten ist ein strafrechtliches Verfahren anhängig, berichtete Andreas Buttmann von der Hamburger Polizei. Eine Drohne, die auf dem Messeturm landete, hatte ihrem Führer eine Geldbuße von 400 Euro eingebracht, hinzu kommen noch die Bergungskosten. Nach Buttmanns Angaben ist die Zahl der angezeigten Fälle von fünf im Jahr 2016 auf bereits 20 in diesem Jahr gestiegen. Ein Bußgeld könne sich auf 50 000 Euro summieren, ergänzte Brandt.

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Haftpflichtversicherung vorgeschrieben

 

Eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von einer Million Euro sei für Piloten Pflicht. Die Deutsche Flugsicherung schätzt die Zahl der in Deutschland genutzten Drohnen auf aktuell rund 400 000, Tendenz steigend. Für die Hansestadt gibt es keine Zahlen.

Das sind die neuen Verordnungen zum Drohnenflug.

Fast über dem gesamten Hamburger Stadtgebiet dürfen Drohen nur bis zu einer Höhe von 50 Metern über Grund oder Wasser aufsteigen, außerhalb davon sind es 100 Meter. Wer noch höher hinaus will oder ein Fluggerät mit mehr als fünf Kilo Gewicht steuert, benötigt eine kostenpflichtige Sondererlaubnis. Außerdem müssen Regelungen unter anderem zur Sichtweite, zum Flugwetter und zu Abständen beispielsweise zu Schiffen auf der Elbe beachtet werden, wie die
Luftaufsicht ausführte.

Der Überflug mit Drohnen ist hier nicht gestattet

An Flughäfen müssen die Piloten einen Abstand von 1,5 Kilometern zum Zaun einhalten. Außerdem verboten ist der Drohnenflug über Menschenansammlungen, Naturschutzgebieten, Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Industrieanlagen, Hochspannungsleitungen, Autobahnen, Gefängnissen, militärischen Objekten, Behörden und Wohngrundstücken. In Hamburg dürfen Konsulate ebenfalls nicht überflogen werden.

(dpa/aba)

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