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Radio Hamburg

Vorsicht Verbrennungen!

Phosphor mit Bernstein verwechselt

Hamburg, 07.08.2017
Bernstein, weißer Phosphor

Links seht Ihr Bernstein, rechts weißen Phosphor. 

Am Elbstrand ist wieder weißer Phosphor mit Bernstein verwechselt worden. Phosphor entzündet sich und brennt bei 1300 Grad.

Auch mehr als 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wird weißer Phosphor aus Brandbomben an deutschen Stränden angeschwemmt. Eine arglose Spaziergängerin verwechselte den Klumpen der gefährlichen Chemikalie mit hübschem Bernstein, wie die Polizeidirektion Bad Segeberg am Sonnabend mitteilte. 

Die 41-Jährige entdeckte am Elbstrand von Wedel ein fingernagelgroßes Stück im nassen Sand und steckte ihn in die Jackentasche. Als der vermeintliche Bernstein trocknete, entzündete er sich und verbrannte die Jacke. Die Frau blieb unverletzt. Eine Suche nach weiteren Phosphorbrocken an dem Strandabschnitt westlich von Hamburg blieb ohne Erfolg.

Schlimmste Verbrennungen

Trockener Phosphor entzündet sich selbst und verbrennt den Angaben zufolge mit einer Temperatur von 1300 Grad. Er ist mit Wasser nicht zu löschen. Die entstehenden Verbrennungen sind weitaus schwerwiegender als normale Brandwunden und in der Regel nur noch durch Hauttransplantationen in Spezialkliniken zu behandeln.

Bernsteinfunde sollten Sammler und Spaziergänger daher niemals in der Kleidung oder am Körper, sondern in geeigneten Dosen und Behältern transportieren und aufbewahren. Allerdings würden 1300 Grad Celsius auch diese Dosen und Behälter zerstören - also am besten Hände weg!

(dpa/aba)

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