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Radio Hamburg

Neues Jahr, Neue Regeln

Diese Veränderungen kommen im Jahr 2017 auf euch zu

Hamburg, 02.01.2017
Veränderung 2017

Ein Jahreswechsel ist immer mit Veränderungen verbunden. Was genau sich in diesem Jahr ändert, erfahrt Ihr hier!

Vom Straßenverkehr über den Tierschutz bis hin zu vielen Gesetzesänderungen: Im Jahr 2017 wird sich vieles verändern, aber was?

Für viele war 2016 ein Jahr, das mehr negative als positive Spuren hinterließ. Dieses Jahr können wir nun endlich hinter uns lassen und in das neue Jahr 2017 starten. Wie in jedem Jahr gibt es viele neue Regelungen, auf welche wir uns freuen können, über andere dagegen eher weniger.

Online-Arzt, neuer Feiertag & Co.

Der Mindestlohn und die Hartz-IV-Sätze steigen, die Strompreise allerdings auch. Es wird eine neue Regel für Fahrradfahrer geben und die Roaming-Gebühren werden abgeschafft. Damit Ihr bei all den neuen Regeln und Gesetzen nicht den Überblick verliert und genau wisst, was in diesem Jahr auf euch zukommen wird, haben wir euch hier die wichtigsten Veränderungen des Jahres aufgelistet.

Diese Veränderungen kommen auf euch zu

  • Zusätzlicher Feiertag

    In diesem Jahr wird es einmalig einen zusätzlichen Feiertag am 31.Oktober geben. Der Feiertag kommt zu Stande, da sich die Veröffentlichung von Martin Luthers Thesen zum 500. Mal jährt. 2017 wird übrigens, was Feiertage angeht, angenehm für alle Arbeitnehmer, da der 1. Mai und der 1. Weihnachtsfeiertag in diesem Jahr wieder auf Wochentage fallen.

  • Mindestlohn steigt

    Ab 2017 steigt der Mindestlohn von 8,50 Euro auf 8,84 Euro je Stunde.

  • Elektronische Ladenkassen werden Pflicht

    Ein weiteres Gesetz in diesem Jahr sorgt dafür, dass nur noch elektronische Ladenkassen eingesetzt werden dürfen. Diese können nämlich Einzeldaten speichern und ermöglichen den Datenexport.

  • Grundfreibetrag steigt

    Von dieser Regelung profitieren Steuerzahler: Der Grundfreibetrag steigt um 168€ auf 8820€. Das bedeutet, dass erst bei Einkommen, das über dem Grundfreibetrag liegt, Steuern abgezogen werden. Bei einem Ledigen werden demnach erst ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 8820€ Steuern fällig.

  • Kinderfreibetrag, Kindergeld und Kinderzuschlag steigen

    Der Kinderfreibetrag steigt ab 2017 von 7248€ um 108€. Das Kindergeld soll monatlich um 2€ pro Kind steigen. Außerdem wird der Kinderzuschlag, den die Menschen bekommen, die wenig verdienen, um 10€ auf 170€ im Monat erhöht.

  • Bessere Unterstützung für Pflegebedürftige und Pflegende

    Die drei Pflegestufen werden in diesem Jahr durch fünf Pflegegrade ersetzt. Mit einem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff sollen geistige und psychische Probleme stärker berücksichtigt werden. Außerdem sollen Menschen, die ein Familienmitglied pflegen, unter anderem bei Sozialbeiträgen bessergestellt werden.

  • Renten steigen

    Rentner können ab Sommer 2017 mit einem Zuschlag zu Ihrer Rente von bis zu 2 Prozent rechnen. Die genaue Erhöhung steht allerdings erst im Frühjahr fest.

  • Hartz-IV-Sätze steigen

    Die Leistungen für Menschen, die Hartz-IV empfangen, sollen steigen. Für Alleinstehende steigt der Regelsatz bis auf 409 Euro im Monat. Die Grundsicherung für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren wird bis auf 291 Euro erhöht, für Kinder bis 6 Jahre bleibt der Betrag bei 237 Euro und Jugendliche bis 18 Jahre erhalten ab Januar 311 Euro im Monat.

  • Strompreis steigt

    In diesem Jahr kann mit höheren Stromrechnungen gerechnet werden, denn die meisten Stromgrundversorger wollen die Preise anheben. Die EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom steigt auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. 

  • E-Auto beim Arbeitgeber aufladen wird steuerfrei

    Ab Januar 2017 müssen für das kostenlose oder verbilligte Aufladen eines Elektrofahrzeugs im Betrieb des Arbeitgebers keine Steuern mehr gezahlt werden. Diese Regelung gilt nur für reine Elektrofahrzeuge, Hybridfahrzeuge und zugelassene Elektrofahrräder.

  • Roaming-Gebühren werden abgeschafft

    Ab dem 15.Juni 2017 werden die Roaming-Gebühren innerhalb der EU abgeschafft. Das heißt, dass man innerhalb der EU-Länder für telefonieren, SMS schreiben und surfen nicht mehr bezahlt als innerhalb von Deutschland. Es ist allerdings noch unklar, ob es eine Obergrenze für die Dauer des Roamings geben wird, um Missbrauch, zum Beispiel durch dauerhaften Gebrauch einer ausländischen SIM-Karte, zu verhindern.

  • Neue Regel für Fahrradfahrer

    Als Fahrradfahrer auf einem Radweg ohne eine Rad-Ampel hat man sich normalerweise mit an der Fußgängerampel orientiert. Das ändert sich allerdings ab jetzt, denn Fahrräder gelten nun im Straßenverkehr zu den Fahrzeugen und nicht mehr zu den Fußgängern, müssen sich also nach den Signalen der Autoampeln richten. Das heißt, dass auch die Autofahrer sich umstellen müssen, denn ein Radfahrer kann nun parallel zu einer roten Fußgängerampel die Kreuzung überqueren. Übrigens muss Strafe gezahlt werden, wenn sich nicht an diese neue Regelung gehalten wird.

  • Rettungsgasse bilden

    Auf Autobahnen und Straßen mit mehr als zwei Streifen pro Richtung gibt es eine neue Regelung für die Bildung von Rettungsgassen: Die Rettungsgasse wird nun immer zwischen der äußersten linken Spur und der unmittelbar daneben gelegenen Spur gebildet werden. Alle Autofahrer, die sich nicht auf der linken Spur befinden müssen also nach rechts ausweichen. Die Rettungsgasse wird übrigens gebildet, sobald sich der Verkehr in Schrittgeschwindigkeit bewegt.

  • 30er-Zone in geschlossenen Ortschaften

    Die derzeit geltende Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften darf, wenn es einen Nachweis über Unfallrisiko oder anderes gibt, auf 30 km/h reduziert werden. Außerdem wird es in Zukunft einfacher werden vor Schulen, Altenheimen und Kindergärten 30er-Zonen zu errichten.

  • Kosten für Führerschein und HU

    Sowohl zukünftige, als auch derzeitige Autofahrer werden ab diesem Jahr höhere Kosten haben. Der Erwerb des Führerscheins soll teurer werden: Der Preis der theoretischen Prüfung steigt von 11 Euro auf 11,90 Euro und die praktische Prüfung wird in Zukunft 91,50 Euro kosten. Außerdem soll die alle zwei Jahre fällige Hauptuntersuchung teurer werden.

  • Online-Sprechstunden beim Arzt

    Ab 1. Juli 2017 können Patienten per Videotelefonie mit Ihrem Arzt sprechen, wenn dieser es anbietet. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für das Videogespräche, welches allerdings nicht die Vor-Ort-Behandlung ersetzen, sondern nur ergänzen darf.

  • Neuer 50-Euro-Schein

    Ab dem 4. April 2017 wird es einen neuen Fünfziger geben. Dieser soll fälschungssicherer als der vorherige Schein sein.

  • Neuer ICE

    Der neue ICE 4 soll zwar nicht mehr ganz so schnell sein wie die Vorgänger-Generation, soll aber mehr Komfort bieten. Es soll schnelleres W-Lan, bessere Klimaanlagen und mehr Beinfreiheit geben. Der neue ICE ist bereits Testweise auf den Schienen, soll aber erst ab Dezember 2017 im Regelbetrieb eingesetzt werden und ICE 1 und 2 ersetzen.

  • E-Zigaretten und Liquid wird reguliert

    Ab dem 20. mai 2017 dürfen nur noch Liquideinheiten mit 10 Millilitern verkauft werden, wobei je Milliliter nur noch maximal 20 Milligramm Nikotin erlaubt sind. Außerdem sind Zusatzstoffe wie Koffein und Taurin oder auch Vitamine in Zukunft verboten.

  • Kostenloses W-Lan in der Bahn

    In den ICEs der Deutschen Bahn gibt es ab dem 1. Januar kostenloses W-Lan für alle. Wer in der ersten Klasse fährt, der kann endlos surfen und in der zweiten Klasse sind 200 MB inklusive.

  • Der Umweltschutz wird besser

    In vielen Spülmitteln ist Phosphor aufzufinden, welches Flüsse und Seen belastet. Es sorgt nämlich unter anderem dafür, dass sich Algen massenhaft vermehren. Ab 2017 wird die Höchstgrenze für Phosphor in Geschirrspülmitteln deshalb deutlich strenger und zusätzlich wollen viele Hersteller in Zukunft gleich ganz darauf verzichten.

  • Tierwohl-Label

    Bisher waren Tierwohl-Siegel für Wurst oder Fleisch kaum bekannt gewesen und man richtet sich als Käufer meistens am Preis. Jetzt erhoffen sich Verbraucherschützer vom geplanten staatlichen Tierwohl-Label für Fleisch im Supermarkt eine vertrauenswürdigere Orientierung für Kunden. Sie fordern eine verpflichtende Kennzeichnung, bei der sich die Kunden darauf verlassen können, dass bestimmte Standards wirklich erfüllt werden.

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