Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Die Fehler stecken im System

So entstehen Bank-Verluste

Wir haben mit einem Finanzexperten gesprochen, wie solche gravierenden Fehler, wie das jetzige Verzocken von 1,5 Milliarden bei der UBS Bank, passieren können.

Zürich - Ob Politik oder Wirtschaft, ob Land oder Bank es dreht sich einfach alles ums Geld. Griechenland zum Beispiel braucht dringend Geld, während die Schweizer Großbank UBS einen Teil ihres Geldes einfach mal verzockt hat. Da kommen doch gleich wieder Erinnerungen an die Finanzkrise hoch. Bei der Bank UBS hat ein einziger Händler es geschafft satte 1,5 Milliarden Euro zu verzocken. Wir haben mit René Zeyer, Finanzexperte und Buchautor aus Zürich, gesprochen.

Ein großer Verlust für die Bank - das Geld ist mal eben einfach futsch, wie geht das?

"Da muss ich zu einem Bild greifen. Einen Investment-Banker muss man sich so vorstellen wie einen Formel 1 Piloten, der ein schwarzes Visier runter klappt und Vollgas gibt. Und wenn er die Runde übersteht, dann ist er der Hero und wenn er gegen die Wand fährt, dann passiert eben ein kleiner Verlust von zwei Milliarden Dollar."

Hat das was von Zockertum und Geldsucht?

"Beim Investment-Banker muss man sich einen sehr triebgesteuerten Menschen vorstellen und sein Trieb ist ein reiner Geldtrieb. Ein Investment-Banker, der keinen Milliardenumsatz macht, der hat seinen beruf verfehlt und wird auch entlassen. Sie müssen sich das ganz konkret vorstellen: da sitzt ein Mensch vor einem Computerbildschirm und drückt auf Tasten. Da wird kein einziger Euro oder Dollar bewegt. Das sind alles virtuelle flimmernde Zahlen auf Computerbildschirmen, die da rumgeschoben werden, aber irgendwann tropft aus dieser virtuellen Wolke ein realer Verlust raus."

Über wie viel Geld darf ein einzelner Bankmitarbeiter entscheiden?

Da gilt eben das Vergangenheitsprinzip. Jeder Investment-Banker muss eben die Karriereleiter raufsteigen. Und umso mehr Gewinne er in der Vergangenheit gemacht hat, umso größere Hoffnungen werden in ihn gesetzt, dass er das in der Zukunft multiplizieren wird. So lange dieses Gratis-Geld in die Märkte gespült wird - alle National-Banken der Welt stellen ja den Banken Geld umsonst zur Verfügung - führt das zu weiteren Spekulationsblasen und Blasen haben die Angewohnheit früher oder später zu platzen.