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Unberechtigte Inkasso-Forderungen

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99 Prozent von 4.000 geprüften Inkasso-Schreiben sind unberechtigt. Das ergab eine Untersuchung.

Hamburg - So ein Brief kommt meistens völlig unerwartet: Eine Inkasso-Firma fordert Sie auf, eine ausstehende Rechnung zu begleichen, plus saftiger Gebühren. Eine Untersuchung der Verbraucherzentralen hat ergeben, dass 99 Prozent der 4.000 geprüften Inkasso-Schreiben tatsächlich unberechtigt sind. Das heißt: Es handelt sich um Forderungen aus untergeschobenen Verträgen, die durch Abo-Fallen im Internet oder unerlaubte Gewinnspielwerbung am Telefon zustande gekommen sind. 

Julia Rehberg von der Hamburger Verbraucherzentrale, was raten Sie Verbrauchern, die so ein Schreiben einer Inkasso-Fima in ihrem Briefkasten finden? "Wenn Sie so ein Schreiben mit einer Forderung bekommen und diese gar nicht nachvollziehen können, sollten Sie erst einmal Ruhe bewahren und gucken, ob da überhaupt ein Vertrag besteht und die Forderung berechtigt ist. Kommen Sie zu dem Schluss, dass die Forderung nicht berechtigt ist, sollten Sie auf keinen Fall zahlen."

Die Inkasso-Unternehmen üben aber zum Teil starken Druck aus, indem sie die Kunden einschüchtern. Was kann ich da tun? "Man darf sich auf gar keinen Fall einschüchtern lassen. Drohungen wie eine Kontopfändung oder der Gerichtsvollzieher setzen voraus, dass es ein Gerichtsverfahren gegeben hat, denn ansonsten kommt es gar nicht dazu. Hausbesuche werden teilweise angedroht, die eventuell einschüchtern. Selbstverständlich müssen Sie niemanden von einem Inkassobüro in Ihre Wohnung lassen.“

Manche schließen Verträge ab, ohne es zu merken. Sprich: Im Internet haben sie das Kleingedruckte übersehen oder am Telefon eine falsche Taste gedrückt - wie kann man sich denn davor schützen, unwissend so einen Vertrag abzuschließen? "Sie können solche Telefonate, in denen Sie überredet werden sollen bei Gewinnspielen mitzumachen, einfach beenden. Im Internet sollten Sie genau drauf achten, was Sie anklicken."

In dem Schreiben des Inkoasso-Unternehmens muss stehen, wer die Forderung erhebt und wann, wo ein Vertrag zustande gekommen sein soll. Und selbst wenn man die Ursprungsrechnung tatsächlich zu verantworten hat, müssen draufgeschlagene Zinsen, Gebühren oder Auslagen der Inkassofirmen nicht automatisch mit bezahlt werden. Weitere Infos zu dem Thema finden Sie auf der Homepage der Verbraucherzentrale.