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Radio Hamburg

Vorsicht Abofalle!

So reagieren Sie richtig

Hamburg, 25.06.2012
RHH - Expired Image

So schützen Sie sich gegen Abofallen im Internet - die Verbraucherzentrale Hamburg berät.

"Bitte zahlen Sie...!" Nein, stopp. Bei Abofallen und Inkasso-Betrügern erstmal Ruhe bewahren und unseren Abofallen-Check befolgen.

Vor Abofallen ist keiner gefeit. So auch ein Kollege, der kürzlich einen Brief (Foto) eines Inkasso-Unternehmens "Kanzlei für Forderungsmanagement" bekam, das ihn aufforderte einen Rechnungsbetrag für einen angeblich rechtswirksamen Vertrag zu begleichen, von dem der Kollege gar nichts wusste. 141 Euro sollte er am besten sofort begleichen. Falls nicht, würden rechtliche Schritte eingeleitet. Ein Brief, der im ersten Moment schockiert, ängstigt und bei dem man so gar nicht weiß, wie man am besten regieren soll. Wir haben uns bei der Verbraucherzentrale Hamburg für Sie und den Kollegen schlau gemacht, was in solchen Fällen am besten zu tun ist. Juristin Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg steht Rede und Antwort.

Ich bekomme solch einen Brief - was mache ich als erstes?

"Bei Abofallen oder Inkasso-Betrügern, die solche Briefe schicken ist es erst einmal wichtig, Ruhe zu bewahren. Denken Sie ganz genau nach, ob sie wirklich nichts abgeschlossen haben. Wer will was von Ihnen? Denn grundsätzlich stecken hinter Inkasso-Unternehmen keine Betrüger. Diese Firmen sind im besten Sinne wirklich dazu da, Gläubiger zu unterstützen und Geld bei säumigen Zahlern einzutreiben. Aber auch hier gibt es eben schwarze Schafe, die vermehrt auf den Markt drängen. Wenn Sie sich ganz sicher sind, noch nie etwas bei der genannte Firma bestellt zu haben, noch nie auf die z.B. angegebenen Internet-Seite gesurft zu sein, dann folgt Schritt zwei."

Soll ich auf den Brief reagieren?

"Auf keinen Fall telefonisch reagieren. Oftmals steckt da noch eine kostenpflichtige Hotline dahinter, die Sie auch noch zusätzlich schröpfen soll. Wenn, dann nehmen Sie per Brief Kontakt auf. Stellen Sie klar, dass Sie nichts mit der Forderung zu tun haben und das sie darauf nicht eingehen werden. Fordern Sie ansonsten handfeste Beweise an, die können die Betrüger meist nicht liefern. Ein Mal reagieren ist o.k., wenn Sie sich sicher sind, dass es sich hier um Betrug handelt. Mehr Briefe sollten Sie aber nicht schreiben - Sie haben sich ja nichts zu Schulden kommen lassen. Und wichtig: den einen Brief als Einwurf-Einschreiben bei der Post aufgeben - dann haben Sie was in der Hand.

Ganz wichtig: Bleiben Sie stur, wenn Sie sich Ihrer Sache sicher sind, bezahlen Sie nichts - niemals. das könnte Ihnen sonst als Schuldeingeständnis ausgelegt werden."

Was mache ich, wenn Mahnungen kommen?

"Auch da brauchen Sie noch nicht Ihren Anwalt einschalten. das verursacht zumeist Zusatzkosten und ob Sie die je vom betrügerischen Inkasso-Unternehmen zurückbekommen ist fraglich. Erst mal Wiederspruch gegen die Mahnungen einlegen und Kopien Ihrer Widerspruchs-Schreiben aufbewahren. Aber Vorsicht: Falls eine Klage oder ein Vollstreckungsbescheid ins Haus flattert, dann am besten rechtlichen Beistand ersuchen, denn einen Klage-Widerspruch aufzusetzen, ist für einen Laien fast unmöglich ohne die Hilfe eines Anwalts. Und noch ein zweiter Aspekt kommt hinzu: Vollstreckungsbescheide können ausgeführt werden, auch wenn sie eigentlich unschuldig sind und Ihnen ein vermeintlich restgültiger Vertrag nur untergeschoben wurde."

Und Julia Rehberg fügt hinzu: "Normalerweise gehen die Betrüger aber eher auf Dummfang, hoffen, dass Sie bei der ersten Rechnung schon zahlen, ohne Fragen zu stellen oder weil Sie vielleicht nicht mehr genau wissen, ob Sie nicht doch auf die angegebene Seite gesurft sind. Oftmals kommt nach dem ersten schriftlichen Einspruch oder einer ersten Nachfrage um stichhaltige Beweise keine Antwort mehr und Sie haben den Betrügern die Stirn geboten."

Außerdem bietet die Verbraucherzentrale Hamburg auf ihrer Internetseite hilfreiche Tipps an, wie Sie sich gegen Internet-Betrüger und Abofallen-Steller wehren können und bietet auch Rechtsberatung und Ansprechpartner an.

(aba)

Diesen Betrüger Brief hat unser Kollege erhalten: