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Radio Hamburg

Geldautomaten-Betrug gestiegen

So schützt Ihr Euch vor Skimming

Hamburg, 12.12.2016
Geldautomat

Geldautomaten-Betrug ist bundesweit wieder gestiegen.

An Deutschlands Geldautomaten werden immer mehr Daten geklaut. So erkennt Ihr "Skimming".

Der Datenklau an Geldautomaten in Deutschland nimmt wieder zu. Kriminelle manipulierten bis Ende November bundesweit 153 Geldautomaten, um Kartendaten und Geheimnummer von Bankkunden auszuspähen. Doch der Schaden durch "Skimming"-Angriffe ist auf ein Rekordtief gesunken. Der Bruttoschaden summierte sich nach Angaben von Euro Kartensysteme in den elf Monaten auf rund 1,6 Millionen Euro.

Dass die Schadenssumme seit Jahren sinkt, erklären Experten vor allem mit der Einführung moderner EMV-Technik. EMV-Karten sind mit einer Art Mini-Computer ausgestattet: Der Datensatz wird verschlüsselt, die Karte bei Gebrauch auf Echtheit geprüft - und zwar bei jedem Einsatz sowohl am Geldautomaten als auch an der Ladenkasse. Weil sich diese Technik weltweit zunehmend durchsetzt, können gestohlene Kartendaten in immer weniger Staaten missbräuchlich eingesetzt werden.

Hier gab es Datenklau

Berlin 108
Hamburg 15
Nordrhein-Westfalen 7
Hessen 6
Niedersachsen 4
Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern je 3
Schleswig-Holstein 2
Brandenburg und Rheinland-Pfalz je 1

(dpa/aba)

Die Polizei rät

So schützt Ihr Euch vor Skimming

  • Geht sorgsam mit Euren Zahlungskarten um und bewahrt die PIN stets getrennt von der Karte auf.

  • Habt Ihr mehrere Zahlungskarten? Betätigt den Türöffner eines Bankinstitutes nicht mit der gleichen Karte, mit der Ihr anschließend Geld abheben möchtet.

  • Gebt Eure PIN niemals an einem Türöffner eines Bankinstitutes ein. Kein Geldinstitut verlangt für den Zugang zum Geldautomaten die Eingabe der PIN. Der Kartenleser hat immer nur die Funktion des Türöffners. Verständigt am besten in solchen Fällen die Polizei und das Geldinstitut.

  • Achtet darauf, dass die Eingabe der PIN nicht von anderen beobachtet werden kann. Der Sicherheitsabstand zum nächsten Kunden ist enorm wichtig.

  • Deckt während der PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der anderen Hand oder einem Gegenstand als Sichtschutz vollständig ab. Das erschwert das "Ausspähen" per Kamera oder Foto-Handy erheblich.

  • Geldautomaten, an denen Euch etwas ungewöhnlich erscheint, z. B. angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und lockere Teile, Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz unbedingt meiden und der Polizei und/oder dem Geldinstitut Bescheid sagen.

  • Bei Verdacht auf Manipulation den Automaten nicht nutzen. Am besten sofort die Polizei verständigen, um mögliche Spuren sichern zu können.

  • Habt am besten immer Eure Kontoauszüge im Blick oder kontrolliert sie regelmäßig online. Bei der kleinsten Auffälligkeit lohnt sich schon ein Telefonat mit der Bank.

  • Bei dem Verdacht der Ausspähung der Kartendaten lasst umgehend die Karte über die Bank bzw. den bundesweiten Sperrnotruf unter 116 116 sperren und erstattet Anzeige bei der Polizei.